Therapieerfolge mit adulten Stammzellen


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Therapieerfolge mit adulten Stammzellen *

Keine wissenschaftliche Entdeckung der letzten Jahrzehnte hat zu so kontrovers geführten Diskussionen geführt wie die Verwendung von Stammzellen für medizinische und therapeutische Zwecke. Erst im Laufe der weiteren Erforschung konnten sich Gegner und Befürworter durch die zunehmende Verwendung adulter Stammzellen auf einen konstruktiven Dialog verständigen. Grund dafür sind nicht zuletzt die ersten Behandlungserfolge, die vielen Menschen Grund zur Hoffnung geben. 

Worin liegt der Unterschied zwischen embryonalen und adulten Stammzellen?

Während adulte Stammzellen einem lebenden Menschen entnommen werden können, ist die Entnahme embryonaler Stammzellen nur in einem sehr frühen Entwicklungsstadium möglich. Da dafür die Entnahme direkt aus dem Gewebe des Fötus notwendig ist, sind der wissenschaftlichen Forschung strikte ethische und rechtliche Grundlagen gesetzt. Dazu dient zum Beispiel die Verwendung von In Vitro befruchteten Eizellen. Der Vorteil von embryonalen Stammzellen liegt dagegen darin, dass diese pluripotent sind. Das bedeutet, dass sich diese Zellen beliebig zum Beispiel zu Organen, Muskeln oder Blut entwickeln können. Das gilt für adulte Stammzellen nur bedingt, denn sie gelten als multipotent. So sind sie zwar in der Lage Haut- und Muskelzellen im regelmäßigen Abstand zu erneuern, wichtige Organe wie Herz oder das Gehirn sind hiervon jedoch ausgenommen. Dafür ist bei der Verwendung von adulten Stammzellen mit weniger Risiken verbunden, dass die daraus erwachsenen spezialisierten Zellen entarten oder andere Auffälligkeiten oder Krankheiten zeigen.

Adulte Stammzellen und deren Einsatz zu therapeutischen Zwecken

Da die Forschung an embryonalen Stammzellen bereits sehr früh gesetzlichen Beschränkungen unterlegen war, hat sich die Forschung unweigerlich auf die Erforschung der ethisch sehr viel unumstritteneren adulten Stammzellen konzentriert. Erste Ergebnisse zeigten sich zum Beispiel bei der Behandlung kranker Kinder mit den eigenen auch Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen. Ein großer Durchbruch in der Forschung gelang indem zum ersten Mal in der Geschichte eine von einer italienischen Firma entwickelte Therapie, welche die Verwendung von adulten Stammzellen beinhaltet, von der europäischen Gesundheitsbehörde erlaubt wurde. Mit dieser Stammzellentherapie soll es möglich sein, Menschen die unter Eintrübungen der Netzhaut leiden ihr Augenlicht zurückzugeben. Voraussetzung ist dafür bisher jedoch, dass die Erblindung keine genetischen Ursachen hatte, sondern durch einen Unfall oder Verbrennungen oder Verätzungen der Hornhaut hervorgerufen wurde. Aus sogenannten limbalen Stammzellen war es den Forschern nach jahrelanger Forschung möglich eine neue Hornhaut zu züchten. Das Risiko einer Abstoßung des Transplantats minimiert sich durch die Verwendung körpereigner Zellen zudem erheblich.

Bereits nach der Geburt für ein gesundes Leben vorsorgen

Die Vorsorge nach der Geburt eines Kindes beginnt und endet nicht nur bei den Untersuchungen durch den Kinderarzt. Auch das in der Plazenta und in der Nabelschnur enthaltene Blut stellt eine nicht zu unterschätzende Gesundheitsvorsorge dar. Denn die darin enthaltenen adulten Stammzellen können bei der Heilung von Krankheiten einen aktiven Beitrag leisten. Ähnlich wie bei Transplantation von Knochenmark helfen auch im Körper nur die adulten Stammzellen, welche mit dem eigenen genetischen Muster identisch sind. Bewusst die eigenen Stammzellen zu verwenden erhöht also die Erfolgschancen der Behandlung und minimiert das Risiko möglicher Nebenwirkungen. Unternehmen wie Seracell bieten daher den Eltern Neugeborener an, das Nabelschnurblut einzulagern. Die Stammzellen können dabei so lange wie gewünscht eingelagert werden und stehen bei Bedarf jederzeit für Therapien zur Verfügung. Dies gilt jedoch nicht nur für die Eigenkonservierung, da adulte Stammzellen ebenfalls als Spende zur Verfügung gestellt werden können. In der Regel erfolgt dies für nahe Verwandte wie Geschwister, doch auch Fremde mit einem übereinstimmenden genetischen Profil können von einer Stammzellenspende profitieren. Als dritte Möglichkeit steht es jungen Eltern auch frei das Nabelschnurblut für weitere Stammzellenforschungen der Forschung zur Verfügung zu stellen.

* Bildquelle: Ben_Kerckx / pixabay.com

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