Stinknase – unangenehme Folge der Nasenspraysucht


Stinknase: unangenehme Folge der Nasenspraysucht

Stinknase: unangenehme Folge der Nasenspraysucht *

Von einer Stinknase, der Rhinitis atrophicans cum foetore, spricht man, wenn die Nase auf Grund kaputter Schleimhäute unangenehm riecht. Zerstörte Schleimhäute entstehen meistens durch anhaltenden Konsum von Nasenspray, welches Betroffene nicht früh genug abgesetzt haben und sich der Nasenspray-Konsum dadurch zur Sucht entwickelt hat. Die Schleimheite sind nach einiger Zeit so kaputt, dass freies Atmen ohne das Nasenspray nicht möglich ist – ein Teufelskreis sozusagen. Wer also merkt, dass er das Nasenspray nach der Erklältung nicht rechtzeitig absetzen konnte, sollte umgehend einen HNO-Arzt aufsuchen, bevor es zu einer irreversiblen Schädigung der Schleimhäute und somit zur Stinknase kommt. Einmal zerstört, sind die Schleimhäute nämlich nicht wieder regenerierbar und die Stinknase wirkt sich massiv auf das (soziale) Leben der Erkrankten aus.

Stinknase – wodurch entsteht sie?

Eine Stinknase kann in einigen seltenen Fällen erblich bedingt sein, weitaus häufiger ist jedoch die Nasenspraysucht Grund für die Entstehung der Stinknase. Mehr als 100.000 der Deutschen sind nasenspraysüchtig und können ohne Nasenspray nicht mehr frei atmen, da die Nasenschleimhaut nicht mehr von alleine abschwillt. Nur noch mit Hilfe des Nasensprays schwillt diese ab und die Betroffenen bekommen Luft durch die Nase. In wenigen Fällen führt das zur Entstehung  einer Stinknase, da die Schleimhaut massiv geschädigt ist. Die Nasenschleimhaut beginnt sich zu zersetzen, abgestorbenes Gewebe entsteht und führt in Kombination mit der Ansiedlung von Keimen zu einer sehr unangenehm riechenden Nase. Keime können sich leichter ansiedeln, die kaputte Nasenschleimhaut bildet Verkrustungen, sogenannte Borken. Die Stinknase ist für die Betroffenen nicht immer selbst erkennbar, weil der Geruchssinn häufig mitgeschädigt ist. Außenstehende können den aashaften Geruch aber natürlich wahrnehmen und empfinden diesen als sehr unangenehm. Die Stinknase stellt in punkto soziale Beziehungen oder gar Partnerschaften oder im Beruf ein großen Problem dar – die Folge ist meist die soziale Isolation der Betroffenen. Auch ein Arzt wird aus Scham häufig nicht aufgesucht.

Stinknase: Die Warnzeichen

Warnzeichen für die Entstehung einer Stinknase sind erste Verkrustungen, eine trockene Nasenschleimhaut und Nasenbluten. Bei ersten Anzeichen direkt zum Arzt gehen, um mit ihm das weitere Vorgehen zu besprechen und vor allem Unterstützung zu erhalten, den Konsum des Nasensprays zu beenden, bevor es zu spät ist.

Therapie der Stinknase

Die Stinknase ist nicht heilbar, bestimmte Therapieansätze können die Symptome verringern und Linderung verschaffen. Die Stinknase sollte nach Möglichkeit feucht gehalten werden, um die Bildung von Krusten und Borken zu verringern. Inhalation von Salzwasser oder ein Meerwasser-Nasenspray können hier helfen. Zusätzlich können Nasensalben und die Einnahme von Vitamin A und E den Zerfall der Nasenschleimhaut aufhalten. Eine Operation kann in – zum Glück nur seltenen, schweren Fällen – ebenfalls Erleichterung verschaffen. In jedem Fall ist der Besuch beim HNO-Arzt dringend anzuraten, falsche Scham verschlimmert die Situation nur zusätzlich.

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Bildquelle:
*: taliesin / morguefile.com

 

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