Steinzeiternährung / Paleo Ernährung – Essen wie unsere Vorfahren


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Die Paleo Ernährung oder Steinzeiternährung macht sich die Grundlagen der Ernährung unserer Vorfahren aus der Steinzeit zunutze *

Bei der Paleo Ernährung heißt es im wahrsten Sinne des Wortes: zurück in die Steinzeit. Die Idee zielt dabei darauf ab, einen besseren allgemeinen Gesundheitszustand zu erreichen, indem man sich auf die Ernährungsweise der damaligen Vorfahren beruft und das Zusammenspiel von Umweltfaktoren, Biologie und der generellen Lebensweise wieder in Einklang bringt. Man sagt, dass diese Faktoren durch die modernen Umstände und Gewohnheiten aus dem Gleichgewicht geraten sind.

Die Theorie der Paleo Ernährung

Die Theorien der sogenannten Steinzeiternährung sind auf die Evolutionstheorie von Charles Darwin zurück zu führen, wonach sich im mit dem Fortschreiten der Evolution die Spezies durchgesetzt haben, die am besten an ihre Umwelt und das damit verbundene Nahrungsangebot angepasst waren. Speziell in den letzten Jahren, seit sich der Trend wieder eindeutig in Richtung gesunder und bewusster Ernährung gewandelt hat, ist das Interesse an der sogenannten Paleo Ernährung oder auch Steinzeiternährung immer mehr gewachsen, speziell Sportler, Ärzte und Prominente beschäftigen sich mehr und mehr mit dieser extravaganten Lebens- und Ernährungsweise.

Da jedoch von den damaligen Steinzeitmenschen lediglich noch die steinernen Überreste übriggeblieben sind waren die damaligen Lebensverhältnisse nur ungenau zu rekonstruieren und es können lediglich Vermutungen geäußert werden, was genau sie damals gegessen haben und wie die genauen Lebensumstände aussahen.

Wie sieht das Prinzip der Steinzeiternährung aus?

Grundlage für die Auswahl der Lebensmittel sind hierbei die Zutaten, die unsere Vorfahren aus dieser Zeit aus ihrem direkten Umfeld vermeintlich selber gejagt bzw. gesammelt haben.

Zu diesen gehören neben Nüssen, Fisch, Eier, unbehandeltem Obst und Gemüse auch Fleischsorten wie Wild, Schwein, Rind oder Huhn. Selbstverständlich bedeutet das im Umkehrschluss ebenfalls, dass auf Dinge, die es damals nicht gab, konsequent verzichtet wird. Zu diesen gehören nicht nur Alkohol, Fertiggerichte und Zigaretten, sondern vor allem auch Milchprodukte und Getreide, da in der Steinzeit noch kein Ackerbau betrieben wurde. Brot wird in diesem Fall also ebenfalls vom Speiseplan gestrichen. Auch Lebensmittel wie Oliven, die vor dem Verzehr eine besondere Zubereitung brauchen, werden vermieden. Eine Faustregel besagt, dass man pro Tag mindestens 35 Prozent Proteine zu sich nehmen soll.

Für und Wider der Paleo Ernährung

Experten sehen die Steinzeiternährung teils kritisch, da der Energiebedarf der Menschen in der heutigen Zeit erheblich reduziert wurde. Das führt dazu, dass die massive Zufuhr an Proteinen, die die Paleo Ernährung mit sich bringt, auf Dauer zu gesundheitlichen Problemen wie Nierensteinen, Arteriosklerose oder auch Gicht führen kann. Gleiches gilt für den Kalorienbedarf, der sich seit der Steinzeit ebenfalls erheblich reduziert hat.

Für die Verfechter der Steinzeiternährung dagegen steht die Vermutung im Raum, dass die proteinreiche und kohlehydratarme Ernährung den Grundstein für die Entwicklung des Menschen bis zur heutigen Zeit gelegt habe. Sie vertreten außerdem die These, dass die Lebensmittel, die im Rahmen der Paleo Diät ausgeklammert werden, größtenteils ursächlich für viele heutige Krankheitsbilder sind. Als positive Auswirkungen der Paleo Ernährung wurden unter anderem verbesserte Blutzuckerwerte und ein vermindertes Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verzeichnet.

Warum diese Ernährungsweise auch beim Abnehmen helfen kann

Einer der Garanten für das ungeliebte Hüftgold ist immer wieder der Zucker, vor allem Industriezucker. Dieser sorgt kurz nach dem Verzehr für einen Anstieg des Insulinspiegels und damit für Heißhunger. Durch den völligen Verzicht auf Zucker wird dieses vermieden und die Kalorienbomben bleiben in den Regalen. Auch in Fertiggerichten stecken neben unliebsamen Zusatzstoffen auch versteckte Fette und Zucker, die man durch den Verzicht auf solche Produkte komplett vermeiden kann. Getreide besteht dagegen zu einem Großteil aus Kohlehydraten, die nicht zur zu Fetteinlagerungen und Heißhungerattacken, sondern auch zu Darmproblemen führen können. Auch dieses lässt sich durch einen Verzicht weitgehend vermeiden.

Insgesamt führt die Steinzeiternährung dazu, dass wir durch die Auswahl der Zutaten genau wissen, was in den Mahlzeiten enthalten ist, diese bewusster zubereiten und verzehren und somit die Basis für eine gesunde und natürliche Ernährung schaffen, die sich immer wieder auch auf der Waage bemerkbar macht.

* Bildquelle: Asatira / pixabay.com

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