Die richtigen Schuhe für Diabetiker


Schuhauswahl für Diabetiker - apotheken-wissen.de

Diabetischer Fuß: Worauf Diabetiker bei der Schuhauswahl achten sollten *

Etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland sind an Diabetes erkrankt. Die Krankheit äußert sich meist in Symptomen wie einem erhöhten Durstgefühl und damit einhergehendem Harndrang, Müdigkeit, Immun- und Sehschwäche. Doch auch die Füße sind bei Diabetikern anfälliger für Verletzungen. Deshalb sollten Menschen, die an der Stoffwechselkrankheit leiden, besonderen Wert auf den richtigen Schuh legen.

Was ist ein diabetischer Fuß?

Der diabetische Fuß ist ein weiteres Symptom, welches in Folge einer Diabeteserkrankung auftreten kann. Da durch die Stoffwechselerkrankung auch die Schweißproduktion an Beinen und Füßen reduziert wird, trocknen diese leicht aus, werden schnell rissig und sind anfällig für Verletzungen. Die angeschlagene Immunabwehr hat zur Folge, dass die Wunden außerdem schlechter verheilen. Kleine Verletzungen, Fußpilz oder Druckstellungen können zu Entzündungen und Geschwüren führen. Diese können den Betroffenen wiederum dauerhafte Probleme bescheren. In besonders schlimmen Fällen muss der Fuß sogar amputiert werden. Das passiert in Deutschland etwa 50.000 Mal pro Jahr. Daher sollten Diabetiker ihren Füßen besondere Pflege zukommen lassen.

Welche Schuhe sollten Diabetiker tragen?

Wer keine Nerven- oder Blutgefäßschäden hat, der kann ganz normale Schuhe tragen. Auf jeden Fall sollte man dabei darauf achten, dass diese gut passen. Das bedeutet, dass sie dem Fuß guten Halt bieten müssen, gleichzeitig aber auch eng anliegen sollten.

Darüber hinaus sollten Diabetiker darauf achten, dass der Schuh ausreichend Platz bietet, um dort eine Gesundheitssohle unterzubringen. Schuhe sollten darüber hinaus stets am Abend gekauft werden, da die Füße zu späterer Stunde in der Regel dicker sind, als am Morgen. So kann man sicher sein, dass die Schuhe zu jeder Tageszeit passen.

Zuckerkranke, die bereits Probleme mit den Füßen haben, sollten sich spezielle Diabetikerschuhe besorgen. Diese orthopädischen Maßschuhe gibt es für alle Lebensbereiche, zum Beispiel als

  • Sportschuhe
  • Straßenschuhe
  • Winterschuhe
  • Hausschuhe

Sie zeichnen sich durch eine besonders weiche Sohle aus, die in der Regel herausnehmbar ist. Um Druckstellen an den Füßen zu verhindern, besitzen die Schuhe in der Regel keine Nähte auf der Innenseite. Entsprechende Modelle sind beim Fachhändler erhältlich, besonders gut eignen sich aber auch Gesundheitsschuhe von Hoeltzhaus.

Kosten für Spezialschuhe werden teilweise von den Krankenkassen übernommen

Aufgrund ihrer Spezialanfertigung sind Diabetikerschuhe oft teurer als gewöhnliche Schuhe. Daher kann es für die Betroffenen eine große Hilfe sein, wenn die Krankenkasse einen Teil der Kosten für die orthopädischen Schuhe übernimmt. Ob jemand finanzielle Unterstützung erhält, wird jedoch je nach Einzelfall entschieden. Dafür müssen verschiedene Voraussetzungen der Heilmittel-Richtlinien gegeben sein. Zuckerkranke sollten daher immer Rücksprache mit ihrem Arzt und der Krankenkasse halten, bevor sie sich Bequemschuhe kaufen.

Auch regelmäßige Fußpflege ist wichtig

Neben dem Kauf der richtigen Schuhe sollten Diabetiker ebenfalls auf eine regelmäßige Fußpflege achten. Dazu gehört zum einen, die richtige Versorgung von Wunden an den Füßen, zum anderen aber auch die richtige Behandlung von Infektionen. Im Zweifelsfall sollte daher immer ein Arzt aufgesucht werden, der Infektionen mithilfe von Antibiotika behandeln wird. In vielen Fällen zahlt die Krankenkasse außerdem einen Zuschuss zu einer orthopädisch bedingten Fußpflege.

* Bildquelle: fotofabrika / fotolia.com

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