Schizophrenie Ursachen – Schizophrenie Symptome


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Hintergrundwissen zu Schizophrenie Ursachen, Schizophrenie Symptomen, Diagnose und Therapien *

Sie beginnt häufig schleichend und kann Männer wie Frauen gleichermaßen betreffen: Schizophrenie. Es handelt sich hierbei um eine psychische Erkrankung (Psychose), die einen Menschen in seinem Denken, Fühlen und Handeln dermaßen beeinträchtigen kann, dass ein normales Leben kaum mehr möglich ist. Laut Statistiken erkrankt im Laufe seines Lebens einer von 100 Leuten an dieser psychischen Störung. Ein Gesundheitsratgeber mit Hintergrundwissen zu Schizophrenie Ursachen, Schizophrenie Symptomen, Diagnose und Therapien.

Schizophrenie: allgemeiner Hintergrund

Das Alter, in dem die ersten Schizophrenie Symptome auftauchen liegt in den meisten Fällen zwischen 15 und 35 Jahren. Es gibt verschiedene Formen, in denen sich die Krankheit zu erkennen gibt, das Phänomen der gespaltenen Persönlichkeit, die irrigerweise immer wieder in Filmen und Berichten mit dem Krankheitsbild der Schizophrenie in Verbindung gebracht wird, gehört jedoch nicht dazu. Es handelt sich hierbei um ein völlig anderes Krankheitsbild. Diese falsche Darstellung der Krankheit geschieht vor allem zum Leidwesen der Betroffenen, die hierdurch zu allem Übel, das die Erkrankung mit sich bringt, auch noch mit diversen Vorurteilen zu kämpfen haben. Der Begriff Schizophrenie bedeutet zwar aus dem griechischen übersetzt „gespaltene Seele“, dies bezieht sich jedoch nicht auf eine gespaltene Persönlichkeit, sondern eher auf das parallele Vorhandensein von gestörtem und ungestörtem Realitätsbewusstsein.

Schizophrenie Ursachen

Die genauen Schizophrenie Ursachen sind bisher noch nicht sicher bekannt, Experten vermuten, dass die Wurzel der Erkrankung beispielsweise bei Vorerkrankungen in der Familie liegt. Auch langfristiger Stress oder einschneidende Lebensereignisse können den Auslöser für die Störung darstellen. Auffällig ist, dass die ersten Symptome vor allem in wichtigen Lebensphasen wie Schulzeit, Ausbildung oder Familienplanung auftauchen, was den Verlauf der individuellen Lebensplanung empfindlich stören oder auch langfristig unmöglich machen kann.

Schizophrenie Symptome und Diagnose

Es gibt grundverschiedene Arten der Störung, die sich in den unterschiedlichsten Bereichen des menschlichen Seins äußern und das soziale sowie gesellschaftliche Leben und den Werdegang des Patienten dementsprechend beeinflussen. Bei einer sogenannten Ich–Störung betrachten die Betroffenen ihre Gedanken häufig als fremd und nicht zu ihnen gehörig. Ist generell die Aufmerksamkeit beeinträchtigt fällt es ihnen schwer, Lösungen für verschiedene Fragen zu finden bzw. sich auf mehrere Vorgänge auf einmal zu konzentrieren. Im Fall von Halluzinationen hören bzw. sehen die Patienten häufig Stimmen oder andere Reize, oft sind diese bekannt, die sie als bedrohlich oder kritisch empfinden. Bei vielen verändert sich die Stimmung, entweder sind keine Gefühlsregungen mehr spürbar oder sie verspüren unkontrollierte Gefühle wie Glück, Liebe, Wut oder Hass, die sie nicht vereinbaren können. Spricht man von Bewegungsstörungen oder Antriebsstörungen fühlen sich die Betreffenden entweder kraftlos und wirken apathisch oder weisen Störungen der Motorik, wie fehlen der Mimik oder plötzliches Erstarren auf. Man unterscheidet hierbei in positive Schizophrenie Symptome, bei denen Dinge, wie zum Beispiel Halluzinationen oder Wahnvorstellungen dazukommen und negative Symptome, bei denen etwas fehlt, beispielsweise Antrieb oder Mimik.

Für die Diagnose einer Schizophrenie erfragt der behandelnde Arzt zunächst eine eventuelle Erkrankung weiterer Mitglieder der Familie. Die akuten Beschwerden werden ebenfalls erläutert. Des Weiteren werden unter anderem Blutuntersuchungen, verschiedene neuropsychologische Tests sowie eine Computertomographie oder Magnetresonanztomographie durchgeführt, um andere Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomatiken auszuschließen. Ist die Diagnose bestätigt entscheidet der Arzt anhand der Schwere und Art der Symptome den weiteren Behandlungsplan.

Der Krankheits- und Behandlungsverlauf einer Schizophrenie in vier Stufen

Bevor die Krankheit bemerkt und diagnostiziert wird können durchaus einige Jahre vergehen, in denen der Patient Verhaltensauffälligkeiten aufzeigt, die jedoch noch nicht unbedingt auf eine ernstere Erkrankung hinweisen. Beispielhaft hierfür sind unter anderem eine abnehmende Belastbarkeit, Schlafstörungen, Dünnhäutigkeit, sozialer Rückzug, dauerhaft gedrückte Stimmung oder auch Konzentrationsstimmung. Diese erste Phase, in der der Alltag bereits deutlich beeinträchtigt sein kann, wird als Vorstadium oder auch Prodromalphase bezeichnet.

In der zweiten Phase, der akuten psychotischen Episode, treten bereits deutliche Sinnestäuschungen sowie Wahnvorstellungen hervor, diese Phase kann einige Wochen dauern, ist jedoch durch Psychotherapie, Medikamente und Soziotherapie in der Regel gut zu behandeln.

An diese Phase schließt sich mit einer Dauer von ca. 3 – 6 Monaten die Stabilisierungsphase an, in der psychotische Symptome weitgehend abklingen und Rückfälle vermieden werden sollen (Rückfallprophylaxe).

Im Laufe der nun folgenden sogenannten Remissionsphase soll der Patient anhand von Therapien wieder in ein normales Leben eingegliedert werden. Diese Phase kann je nach Schweregrad der Erkrankung Monate bis Jahre dauern.

Formen, Ausprägungen und Heilungsprognose einer Schizophrenie

Grob kann die Psychose in vier verschiedene Arten unterschieden werden: die paranoid – halluzinatorische Schizophrenie (hierbei zeigen sich vor allem Symptome wie Halluzinationen und Wahnvorstellungen und die Patienten sind in der Regel bereits älter als 25 Jahre), die katatone Schizophrenie, die sich größtenteils auf die Motorik auswirkt und in Bewegungsstörungen wie plötzliches Erstarren oder das völlige Fehlen jeglicher Mimik äußert, die hebephrene Schizophrenie, die üblicherweise bereits im Teenageralter auftritt, wobei das Gefühlsleben empfindlich gestört wird, sowie die Schizophrenia simplex. Bei dieser Form sind vor allem die Emotionen und das Denken betroffen, wobei sich die Störung allmählich über einen längeren Zeitraum hinweg entwickelt. Als häufigste Art der Störung wird die sogenannte paranoid – halluzinatorische Schizophrenie betitelt.

So unterschiedlich sich die verschiedenen Krankheitsformen darstellen, variiert gleichermaßen auch ihre Prognose. Diese kann von positiv bis derart ungünstig reichen, dass die Symptome durchgehend erkennbar bestehen bleiben, so dass eine vollständige Heilung (Vollremission) immer unwahrscheinlicher wird. Diese Entwicklung ist bei ca. 10 bis 30 Prozent der Patienten gegeben. Ist der ursprüngliche Auslöser der Krankheit auf eine bestimmt Ursache zurückzuführen und sind die Krankheitsphasen eher kurz und selten, stehen die Chancen eher günstig für einen positiven Krankheitsverlauf.

* Bildquelle: gerald – pixabay.com

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