Saure und basische Ernährung, Tipps und Hintergründe


Obst und Gemüse: Saure und basische Ernährung - apotheken-wissen.de

Saure und basische Ernährung: Häufigere Ursache für Beschwerden oder Wohlbefinden als gedacht *

Tagtäglich hat unser Körper diverse Herausforderungen zu stemmen, die sich in verschiedenster Art und Weise direkt und auch indirekt auf unsere Gesundheit sowie unser Wohlbefinden auswirken können. Eine große und tragende Rolle spielt hierbei unsere Ernährung. Es gibt so vieles, an das wir zu denken haben, wenn wir tägliche Mahlzeiten planen und uns auch einmal zu ungeplanten Genüssen hinreißen lassen. Ist das, was wir essen, zu fett, zu viel oder auch zu ungesund? Ist zu viel Süßes dabei oder sollte und darf man sich auch mal wieder etwas gönnen…?

Saure und basische Ernährung

Mit all diesen Fragen zu ungesunder, zu viel, zu fettiger Ernährung sind wir bereits so beschäftigt, dass wir uns über eine Frage häufig nicht wirklich Gedanken machen: Was meinen saure und basische Ernährung in dem Zusammenhang eigentlich und sollten wir hier strenger darauf achten? Im ersten Moment werden wohl die wenigsten von uns eine Antwort darauf wissen, denn dafür muss man sich erst einmal vor Augen führen, wie das gesunde Verhältnis eigentlich aussieht und was säuren- bzw. basenbildende Lebensmittel eigentlich bedeuten? Dieses Thema soll in diesem Artikel einmal von verschiedenen Seiten beleuchtet werden und ggf. auch verbreitete Missverständnisse aufdecken.

Wissenswertes zu säuren- bzw. basenbildenden Lebensmitteln

Wer an säurehaltige bzw. säureformenden Lebensmittel denkt hat zunächst diejenigen Produkte vor Augen, die säuerlich schmecken wie Zitronen, Kiwis, Äpfel etc. Dies ist jedoch grundlegend falsch. Was zählt ist nicht der anfängliche Geschmack, sondern die Wirkung, die der Verzehr des jeweiligen Lebensmittels auf den Körper ausübt. Grundsätzlich gilt: basenbildende Produkte üben einen eher positiven Einfluss auf den Körper aus, während säurebildende Lebensmittel sich eher ungünstig auswirken.

Anhand von Tabellen kann sich jeder Verbraucher darüber informieren, welche Produkte sich jeweils säuren- bzw. basenbildend auswirken. Übergeordnet kann man sagen: Lebensmittel wie Vollkorn- oder Getreideprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte, Milch- und Fleischprodukte, Zucker, Speiseeis oder auch Senf- oder Sojaprodukte gehören zu den säurenbildenden Lebensmitteln, während Obst, Zitrusfrüchte, Gemüse- und Kohlsorten, Pilze, Salat, Kräuter Sprossen und Keime sowie auch Mandeln zu den basenbildenden Lebensmitteln zählen.

Um ein gesundes Gleichgewicht aus säuren- und basenbildenden Lebensmitteln herzustellen wird ein Verhältnis von 70% basenformender und 30% säurenformenden Produkten empfohlen. Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema basische Ernährung.

Wie kann eine hauptsächlich basische Ernährung beim Abnehmen helfen?

Diese Frage ist eigentlich in einem kurzen Satz beantwortet: Wer seinen Körper übersäuert, dem geht es nicht gut, er kann sogar krank werden und hat nicht wirklich einen Sinn fürs Abnehmen. Es ist daher sinnvoll, von Zeit zu Zeit nicht nur seine Lebens-, sondern auch und vor allem seine Ernährungsgewohnheiten zu hinterfragen, um langfristig für mehr Wohlbefinden zu sorgen und damit auch die Bereitschaft und Aufnahmefähigkeit für eventuelle Diäten zu steigern. Frisches Obst und Gemüse passen hier hervorragend in den Speiseplan und sind wertvolle Helfer, um für einen gesunden Säure-Basen–Haushalt zu sorgen und Gewicht zu reduzieren.

Welchen Beschwerden kann man durch eine solch ausgewogene Ernährung entgegenwirken?

Bei den Reaktionen des Körpers auf Übersäuerung wird zwischen einer akuten und einer chronischen Übersäuerung unterschieden. Eine akute Übersäuerung tritt plötzlich auf und ist nicht selten ein Fall für die Notaufnahme, besonders wenn hier ein Fall von Diabetes oder verschiedene Herzerkrankungen zugrunde liegen. Die Maßnahmen bestehen häufig in der intravenösen Verabreichung von Basen, um den PH-Wert möglichst schnell wieder in normale Bereiche zu bringen.

Handelt es sich dagegen um chronische Übersäuerung, äußert sich diese beispielsweise in häufigem Sodbrennen, Kopfschmerzen, Mundgeruch oder auch Osteoporose. Bei dieser Form der Übersäuerung zeigt sich, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung sowie eine bewusste Lebensweise sein können. Denn diese Beschwerden sind zumeist über eine längere Zeit hinweg „hausgemacht“. Auslöser sind hier vor allem eine einseitige ungesunde Ernährung oder auch Alkoholgenuss, jedoch kann auch die langfristige Einnahme von Medikamenten ursächlich für eine solche chronische Übersäuerung sein.

Mithilfe einer sogenannten Basentherapie kann der Zustand weitgehend wieder normalisiert werden, eine grundsätzliche Ernährungsumstellung bzw. von vornherein eine auf ein ausgewogenes Säure-Basen-Verhältnis ausgerichtete Ernährung ist hierbei allerdings noch wesentlich effektiver.

* Bildquelle: Anelka / pixabay.com

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