Salmonellen Enteritis – Schwere Erkrankung durch Bakterien


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Bei einer Salmonellenvergiftung Salmonellen Enteritis handelt es sich um eine durch Bakterien verursachte Magen-Darm-Erkrankung *

Bei der Salmonellen Enteritis, im Sprachgebrauch auch einfach Salmonellenvergiftung genannt, handelt es sich um die zweithäufigste lebensmittelbedingte Darmerkrankung in Deutschland. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr ist sie meldepflichtig, aufgetretene Fälle müssen also unverzüglich dem Gesundheitsamt mitgeteilt werden. Neben dem Erreger Salmonella Enteritidis sind noch Typhus und Paratyphus als Auslöser bekannt. Ein Gesundheitsratgeber rund um die Salmonellen Enteritis.

Abgrenzungen und Symptome der Salmonellen Enteridis

Salmonellen sind kleine, stäbchenförmige Bakterien, die sich mit Vorliebe im Magen-Darm Trakt des Menschen aufhalten. Die häufigsten Ursachen der Salmonellen Enteridis (auch Salmonellose genannt) stellen infektiöse Lebensmittel oder auch verseuchtes Trinkwasser dar. Während bei der Salmonellen Enteritidis vor allem Brechdurchfall, Kopfschmerzen, Bauchkrämpfe und Fieber im Vordergrund stehen, ist der Typhuserreger eher für Hautausschlag, eine geschwollene Milz sowie eine grau belegte Zunge verantwortlich. Die Anzeichen für Paratyphus fallen meist leichter aus und äußern sich meist lediglich durch die Symptome einen leichten Magen-Darm-Infektes.

Einer der gravierenden Unterschiede zwischen den Erregern bei Salmonellen Enteritis und Typhus ist die Inkubationszeit. Während es bei der Salmonellen Enteritis relativ schnell geht und sich die ersten Symptome oft bereits nach 5 Stunden nach der Salmonellenvergiftung in Form von Brechdurchfall, Fieber, Bauchkrämpfen und Kopfschmerzen zeigen, kann es bei Typhus bis zu zwei Monate dauern, bis sich die ersten Symptome bemerkbar machen. Diese melden sich meist in Form von Fieber und Hautausschlag. Die grau belegte Zunge ist wie gesagt ebenfalls ein Merkmal der Typhusvariante.

Diagnose der Salmonellen Enteritis

Um eine zuverlässige Diagnose der Salmonellen Enteritis stellen zu können wird der behandelnde Arzt zunächst einige Fragen zum Gesundheitszustand des Patienten stellen. Es geht hierbei vor allem um Stuhlgang, eventuelles Fieber, kürzlich erfolgte Reisen. Aber auch um den Kontakt mit anderen ggf. erkrankten Personen, um eine Ansteckung feststellen oder auch ausschließen zu können.

Liegt hierbei bereits ein Verdacht vor, dass es sich um eine Form der Salmonellenvergiftung handeln könnte, kann dieser nun anhand von Blut bzw. Stuhlproben eindeutig gefestigt oder verworfen werden. Im Zweifelsfall können ebenfalls Proben von Erbrochenem untersucht werden. Um den Patienten nicht falsch zu behandeln muss im Vorfeld ebenfalls ausgeschlossen werden, dass es sich um eine andere Krankheit mit ähnlichen Symptomen handelt, diese können beispielsweise Malaria, Tuberkulose, Hirnhautentzündung oder auch eine andere, durch Staphylokokken ausgelöste Lebensmittelvergiftung darstellen.

Ablauf und Maßnahmen im Rahmen der Erkrankung

Die typischen Symptome einer Salmonellenvergiftung entstehen durch eine Entzündung des Magen-Darm-Trakts, die durch die sogenannten Salmonellen, also Bakterien, verursacht wird. Normalerweise halten die ersten Beschwerden in Form von Brechdurchfall zwischen einem Tag und einer Woche an und beinhalten vor allem durch den immensen Flüssigkeitsverlust die Gefahr einer Dehydrierung. Auch der Verlust von Elektrolyten ist mit diesen Symptomen verbunden.

Wichtig ist, dass die Ansteckungsgefahr auch längere Zeit nach dem Abklingen des Brechdurchfalls noch gegeben ist, da die Betroffenen weiterhin noch Salmonellen ausscheiden. Dies kann bis zu 6 Monaten der Fall sein, daher gelten auch in dieser Zeit noch strengste Hygienevorschriften. Nimmt die Salmonellen Enteritis einen schwereren Verlauf wird außerdem die Zugabe von Antibiotika notwendig. Die hohen Flüssigkeitsverluste müssen dringend durch die Zuführung von Elektrolyt- oder auch Glukoselösungen wieder ausgeglichen werden.

Wie kann man vorbeugen?

Salmonellen halten sich also mit Vorliebe im Magen-Darm Trakt des Menschen auf. Um jedoch dorthin zu gelangen braucht es gewisse Gegebenheiten, die man durch korrekte Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln sowie mit Bedacht auf sauberes Trinkwasser normalerweise gut vermeiden kann. Hygiene spielt hierbei eine wichtige Rolle, da die Vorkehrungen damit beginnen, gerade bei der Zubereitung von Speisen auf Sauberkeit zu achten und beispielsweise nicht das gleiche Schneidebrett erst für Geflügel und dann für weitere Lebensmittel zu verwenden.

Auch Rind- und Schweinefleisch gelten bei nicht sachgerechter Handhabung als Infektionsquelle. Was viele nicht beachten, auch in Auftauwasser dieser Fleischsorten können bereits Salmonellen enthalten sein, die sich bei unhygienischer Arbeitsweise auf weitere Lebensmittel übertragen können, die bisher nicht betroffen waren. Bei Eiern ist es wichtig, diese mit Bedacht zu lagern und vor dem Verzehr ausreichend zu erhitzen. Hackfleisch ist deshalb besonders kritisch anzusehen, da sich die gefährlichen Bakterien im Gegensatz zu herkömmlichem Fleisch durch die rauhe Oberfläche wesentlich besser und schneller darauf ansiedeln können.

Einer der wichtigsten Faktoren, um sich vor Salmonellose zu schützen, ist das Händewaschen. Dies sollte selbstverständlich nach jedem Toilettengang erfolgen, jedoch auch nach und ganz besonders vor der Zubereitung von Lebensmitteln. Werden diese einfachen Faustregeln ganz normal beachtet ist, die Gefahr einer Enteritis, also einer Infektion mit Salmonellen, relativ gering.

* Bildquelle: bodymybody / pixabay.com

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