Schmerz und Schwellung: Wie Sie Prellungen & Co. richtig behandeln


Salbe bei Prellungen, Verstauchungen, Verspannungen - apotheken-wissen.de

Gute Besserung bei Prellungen, Verstauchungen, Verspannungen *

Beim Spielen von Ballsportarten ist es schnell passiert: Ein Schläger oder Ball trifft die Haut und einige Stunden später hat sich bereits eine Prellung entwickelt. Oder Sie kommen abends aus dem Büro und fühlen im Nacken Verspannungen. Wie lassen sich Prellungen effektiv behandeln? Und was tun bei Verspannungen? Als Faustformel gilt: Bei akuten Schmerzen wie Prellungen oder Verstauchungen ist Kälte sinnvoll. Wärme hilft hingegen vor allem bei Verspannungen, weil dadurch das Gewebe besser durchblutet wird. Weitere Tipps zum Umgang mit Verspannungen und zum Behandeln von Prellungen und Verstauchungen lesen Sie hier.

Prellungen behandeln: „Blaue Flecken“ loswerden

Unter einer Prellung (Kontusion) versteht man im Allgemeinen eine Verletzung des Gewebeapparats. Üblicherweise ist die Prellung auf ein Sturzereignis oder eine körperliche Gewaltanwendung zurückzuführen. Tritt Blut aus den beschädigten feinen Äderchen in das umliegende Gewebe, entstehen in den meisten Fällen „blaue Flecken“, sogenannte Hämatome. Zudem kann die betroffene Stelle anschwellen und zu starken Bewegungsschmerzen führen. In diesem Fall sollte man unbedingt vom Arzt überprüfen lassen, ob es sich tatsächlich „nur“ um eine Prellung oder um Knochenbrüche, beziehungsweise Gelenkverletzungen, handelt und ob die Prellung weiter behandelt werden muss.

Prellungen gehören zu den häufigsten Sportverletzungen überhaupt. Vor allem Bewegungssportarten wie Fußball oder Handball sind dafür sehr anfällig. Aber auch bei Kampfsportarten wie Karate sind „Pferdeküsse“ keine Seltenheit.

Verstauchungen: Überdehnung des Muskels

Ein Umknicken beim Fensterputzen oder ein Foul beim Fußballspielen – eine weitere häufige Sportverletzung ist die Verstauchung (Distorsion) in Folge einer gewaltsamen Überdehnung der Bänder oder Gelenkkapseln. Verstauchungen äußern sich typischerweise durch Druckschmerzen, eine schwache Schwellung des Gelenks und einen leichten Bluterguss.

Auch wenn eine einfache Distorsion in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen verheilt, sollte eine normale Belastung des betreffenden Gelenkes erst nach zwei bis drei Monaten erfolgen und in dieser Zeit ganz auf Sport verzichtet werden.

Werden die Schmerzen innerhalb von drei Tagen noch nicht besser, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um sicherzustellen, dass nicht andere Strukturen verletzt oder Knochen gebrochen wurden.

Erste Selbstversorgung bei Prellungen & Co.: Wie behandeln?

Bei Schmerzen in Folge von Prellungen kann man zunächst selbst aktiv werden, indem man die Stelle sofort kühlt und eine Kompressionsverband anlegt. Des Weiteren können auch spezielle Salben und Gele mit Kühleffekt für eine Minderung der Schmerzen sorgen. Vermeiden sollte man dagegen das Massieren der betroffenen Körperregion. Und auch von Wärmebehandlungen zum Beispiel durch eine Wärmflasche oder ein Vollbad ist abzuraten.

Das PECH-Schema hilft, Verstauchungen und Prellungen zu behandeln

Prellungen und Verstauchungen gehören zu den Akutverletzungen, die schnell behandelt werden müssen. Hier können Sie nach dem PECH-Schema vorgehen:

  • Pause: Nach der Verletzung sollte sofort jegliche Bewegung eingestellt und das betroffene Körperteil ruhiggestellt werden.
  • Eis: Die Verletzung sollte sofort gekühlt werden. Dies wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Das Eis sollte jedoch nicht direkt auf die Haut aufgelegt werden, sondern zum Beispiel in ein Handtuch eingewickelt werden.
  • Compression: Als nächstes wird ein Druckverband angelegt. Dieser sollte bei Prellungen die Stelle nicht abschnüren, da sonst das Ödem eher zunimmt
  • Hochlagerung: Die betroffene Körperstelle sollte außerdem hochgelegt werden. Die Blutzufuhr wird eingeschränkt, wodurch Schwellung und Schmerzen vermindert werden.

Was tun bei Verspannungen?

Neben Prellungen und Verstauchungen sorgen auch Verspannungen zu unangenehmen Schmerzen, die wohl jeder kennt, der viel Zeit vor dem Schreibtisch verbringt. Muskelverspannungen sind auf Fehlhaltungen des Körpers zurückzuführen und treten im Nackenbereich sowie der Schultermuskulatur auf. Neben der falschen Haltung sind auch eine falsche Schlafposition, bestimmte Vorerkrankungen wie Arthrose oder psychische Belastungen Auslöser von Muskelverhärtungen.

Was tun bei Verspannungen? Will man die Schmerzen akut lindern, kommen Wärmebehandlungen, Massagen oder eine Physiotherapie zum Einsatz. Langfristig gesehen helfen zum Beispiel mehr Bewegung am Arbeitsplatz, eine bessere Schlafmatratze, regelmäßige Gymnastikübungen und weniger Stress im Alltag.

* Bildquelle: chezbeate / pixapbay.com

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