Papageienkrankheit: eine unangenehme Infektionskrankheit


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Papageienkrankheit: Unangenehme Infektionskrankheit nicht nur für Vögel *

Wer den Begriff hört, denkt in der Regel nicht unbedingt an eine gesundheitliche Bedrohung für den Menschen. Jedoch betrifft die sogenannte Papageienkrankheit (Fachbegriff Ornithose) in der Tat nicht nur Vögel, sondern kann auch für den Menschen im Fall einer Übertragung äußerst unangenehme Folgen haben. Zwar tritt die Papageienkrankheit bei Menschen nur selten auf, jedoch ist sie weltweit verbreitet und im Falle einer tatsächlichen Infektion auch besonders schwer zu behandeln.

Was genau ist die Papageienkrankheit?

Der fachliche Name Ornithose der Papageienkrankheit entstammt ursprünglich dem  lateinischen Namen der Papageienvögel (Psittacidae) und der früheren irrigen Annahme, dass sich die Krankheit nur auf Papageien überträgt. Aus diesem Grunde trug sie zu früheren Zeiten auch den Namen Psittakose. Erst als sich herausstellte, dass sich auch Menschen mit der Infektionskrankheit infizieren können, änderte man den Namen in Ornithose.

Bei der Papageienkrankheit handelt es sich um eine Chlamydien-Infektion, die häufig von Vögeln übertragen wird. Die Übertragung kann per Kontakt- oder auch Schmierinfektion erfolgen, in seltenen Fällen ist auch eine Ansteckung von Mensch zu Mensch möglich. Die eigentliche Infektion erfolgt normalerweise durch Tröpfchenübertragung bzw. dem direkten Kontakt mit dem Vogelmist, wie es bspw. beim Reinigen des Käfigs passieren kann. Ist dieses geschehen, kommt es zur Übertragung über die Atemwege bis in den Körper, wo sich die Keime weiter ausbreiten.

Die Inkubationszeit kann sich über 10 und 20 Tage erstrecken. In verschiedenen Situationen wie beispielsweise im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes ist es möglich, dass sich die Krankheit von Menschen, die bereits infiziert sind, auf andere Menschen überträgt. Daher empfiehlt es sich, vor allem vor Reisen in Länder mit erhöhtem Infektionsrisiko einen Arzt um Rat zu fragen, inwiefern gesundheitliche Risiken gegeben sind.

Welche Symptome der Papageienkrankheit sind möglich?

Zu den Symptomen der Papageienkrankheit gehören Beschwerden in unterschiedlicher Schwere.

Diese können von völlig fehlenden Anzeichen / Symptomen über Erbrechen und Bauchkrämpfe bis hin zu Lungenentzündung oder typhusähnlichen Magen-Darmbeschwerden reichen. Weitere typische Merkmale können sich als grünlicher Durchfall, Gelbsucht, trockener Hustenreiz oder auch langsamer Puls sowie Rückenschmerzen darstellen. Die Schwere der Symptome kann sehr unterschiedlich sein, je nachdem, wie stark das Immunsystem auf die Eindringlinge reagiert und wie sich der Gesundheitszustand des Betroffenen vor der Infektion dargestellte.

Wird die Erkrankung schnellstmöglich behandelt, klingen die Symptome im Allgemeinen nach ca. 4 Wochen wieder ab, jedoch kann sie ohne Behandlung ensprechend auch zum Tod führen.

Papageienkrankheit: Diagnose und Therapie

Durch die leicht zu erkennenden typischen Symptome einer Ornithose ist es dem Arzt relativ schnell möglich, die Diagnose Papageienkrankheit zu stellen und alle notwendigen Schritte einzuleiten. Im Rahmen dieser Untersuchung wird zunächst noch erfragt, inwiefern der Patient Kontakt mit Vögeln im Allgemeinen und Wellensittichen oder Papageien im Besonderen hat. Des Weiteren werden Symptome wie schmerzende Brust bei Reizhusten, Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen ergründet, auch eine etwaige bestehende Lungenentzündung kann die Diagnose bestätigen.

Eine weitere Möglichkeit der Feststellung einer Ornithose besteht in einer Röntgenaufnahme des Brustkorbes, hierbei kann die Struktur der Lunge Aufschluss über eine eventuelle Erkrankung geben.

Stehen sämtliche Beweise für das Vorhandensein einer Papageienkrankheit fest, wird sofort mit der Behandlung durch Antibiotika begonnen. Hier wird dringend empfohlen, die Therapie konsequent durchzuziehen, in der Regel zeigt diese Vorgehensweise schnell und effektiv ihre Wirkung. Sollte in der angegebenen Zeit eine Schwangerschaft bestehen, ist dies dem Arzt schnellstmöglich mitzuteilen, damit die medikamentöse Behandlung auf diesen schönen Umstand angepasst werden kann.

Gibt es Möglichkeiten der Vorbeugung?

Lässt sich der direkte Kontakt mit den Vögeln nicht vermeiden, kann man einer eventuellen Infektion durch das Meiden des Vogelmistes sowie beispielsweise das Tragen eines Mundschutzes vorbeugen. Auch erhöhte Körperhygiene ist im direkten Kontakt mit den Vöglen unerlässlich, häufiges Händewaschen bzw. auch das Tragen von Schutzhandschugen bei der Beseitigung von Vogelmist können durchaus sinnvoll sein.

Ließen sich der direkte Kontakt sowie die Aufnahme der Erreger nicht vermeiden, spielt auch hier wieder die Zeit eine große Rolle. Je eher der Arzt die Symptome beleuchten und die Diagnose stellen kann desto größer ist die Chance, die Ausprägung der Krankheit einzudämmen. Eine direkte Impfung gegen die Papageienkrankheit ist leider nicht möglich.

* Bildquelle: watcharaph / pixabay.com

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