Die private Pflegeversicherung – wer braucht sie und warum?


Private Pflegeversicherung - apotheken-wissen.de

Eine private Pflegeversicherung kann helfen, später einmal allen finanziellen Anforderungen gerecht werden zu können *

Am ersten Januar 2017 trat die neue Pflegereform in Deutschland in Kraft. Diese überführte die vormals drei Pflegestufen in fünf, um die Pflegebedürftigkeit exakter zu unterteilen. Beeinträchtigen Krankheiten oder das Alter die Selbstständigkeit und die Fähigkeiten, geht dies mit hohen Kosten für die Betroffenen und deren Angehörige einher. Oftmals reichen die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht aus, um die finanziellen Anforderungen zu stemmen.

Beispielsweise liegen die pauschalen Pflegeaufwendungen bei einer stationären Pflege bei Pflegegrad Vier bei 1.775 Euro. Die Gebühren für den Aufenthalt in einem Pflegeheim belaufen sich auf 3.000 bis zu 4.000 Euro. Um die drohende Versorgungslücke zu decken, denken Sie frühzeitig über eine private Pflegeversicherung nach.

Wer profitiert von der privaten Pflegezusatzversicherung?

Die Pflegepflichtversicherung dient nicht dazu, die Kosten für eine spätere Pflegebedürftigkeit zu decken. Stattdessen zielen die Beiträge darauf ab, Zuschüsse zu den anfallenden Pflegekosten zu erhalten. Einen erheblichen Anteil des Pflegerisikos tragen Sie eigenständig. Die private Pflegeversicherung erweist sich als sinnvoll, um zusammen mit der Pflegepflichtversicherung die aufkommenden Gebühren zu decken. Vorrangig eignet sie sich für junge Menschen als Altersvorsorge, da die Beiträge mit zunehmendem Alter und verschlechtertem Gesundheitszustand steigen.

Die Stiftung Warentest hält den Abschluss der privaten Pflegeversicherung bis zum 55. Lebensjahr für sinnvoll. Zudem unterstützt sie die Kostenabdeckung für pflegebedürftige Personen, die sich im Alter den aufgebauten Lebensstandard erhalten wollen. Besitzen Sie eine umfangreiche Altersvorsorge oder hohe Vermögenswerte, erfordert die finanzielle Unabhängigkeit keinen zusätzlichen Abschluss einer privaten Pflegeversicherung.

Die private Pflegeversicherung als finanzielle Unterstützung für die Angehörigen

Die Pflegezusatzversicherung eignet sich für Menschen, deren Pflege zu Hause stattfindet. Wünschen Sie sich, dass Angehörige oder ein ambulanter Pflegedienst Ihre Versorgung im Alter übernehmen, lohnt sich eine Pflegeversicherung mit hoher Leistung bei ambulanter Pflege. Die Friendsurance berät auf ihrer Internetseite hinsichtlich der privaten Pflegeversicherung. Dieses ermöglicht es Ihnen, einen Pflegedienst zu engagieren und gleichzeitig die pflegenden Verwandten für ihre Leistungen zu entschädigen.

Speziell lohnt sich der Abschluss der privaten Pflegeversicherung, um einer finanziellen Überbelastung im Alter vorzubeugen. Mit den Zuschüssen sichern Sie beispielsweise den Ehepartner ab, wenn, obgleich der gesetzlichen Pflegeversicherung, offene Rechnungen drohen. Ebenso schützen Sie Ihre Kinder vor einer Beteiligung an den Pflegekosten, sofern Sie diese nicht selbstständig tragen. In dem Fall übernimmt das Sozialamt die finanzielle Belastung. Es prüft jedoch, ob eine Kostenbeteiligung durch die Nachkommen im Bereich des Möglichen liegt. Um das zu vermeiden, schließen die Kinder bei Bedarf eine zusätzliche Pflegeversicherung für die Eltern ab. Folgend eine Checkliste für den Umgang damit, wenn die Eltern pflegebedürftig werden:

Infographik Private Krankenversicherung - apotheken-wissen.de

Infographik Private Krankenversicherung **

Lohnt sich die private Pflegeversicherung für Kinder und junge Erwachsene?

Die private Pflegeversicherung deckt nicht ausschließlich die Kosten für die gesundheitliche Versorgung im Alter ab. Bereits Kinder profitieren von der Pflegezusatzversicherung, da auch in jungen Jahren Erkrankungen und Verletzungen drohen. Daher entscheiden sich werdende Eltern bei Bedarf vor der Geburt des Säuglings für dessen Pflegezusatzversicherung.

Versäumen Sie dies und kommt der Nachwuchs mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf die Welt, greift die Kindernachversicherung. Mit dieser versichern Sie den Säugling ohne Gesundheitsprüfung bis zum zweiten Lebensmonat.

* Bildquelle: geralt / pixabay.com
** Bildquelle: friendsurance

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