Inkontinenz – Was hilft wirklich?


Hilfe bei Intontinenz - apotheken-wissen.de

Hilfe bei Intontinenz *

Unter Inkontinenz versteht man im Allgemeinen den Verlust der Fähigkeit, seinen Urin – oder auch den Stuhl – zu halten. Die Ursachen sind häufig im Bereich der Harnwege zu suchen. Aber auch andere Beschwerden, zum Beispiel der Nerven, des Gehirns oder des Rückenmarks können Inkontinenz auslösen. Wer unter Inkontinenz leidet, hat verschiedenen Möglichkeiten, dieser Beschwerde entgegenzuwirken. apotheken-wissen.de berichtet in diesem Gesundheitsratgeber über die Ursachen einer Inkontinenz, ihre Behandlung und Therapie sowie über Tipps und Hilfsmittel bei Inkontinenz.

Die Ursachen von Stuhl- und Harn-Inkontinenz

Patienten, die unter Inkontinenz leiden, haben Probleme, das WC schnell genug zu erreichen oder bemerken den Austritt der Stoffwechselprodukte nicht. Wer Probleme hat, die Abgabe des Urins zu kontrollieren, der leidet in der Regel unter einer Harn-Inkontinenz. Die Ursachen können im Harntrakt liegen, aber auch andere Krankheitsbilder oder die Einnahme von Medikamenten können eine Inkontinenz auslösen. Eine häufige Ursache bei Frauen ist eine geschwächte Muskulatur des Beckenbodens. Diese Form der Belastungsinkontinenz tritt vor, nach und während einer Schwangerschaft auf. Die hormonellen Veränderungen während der Wechseljahre sind ebenfalls ein Risikofaktor. Männer hingegen leiden zum Beispiel nach Prostata-Operationen verstärkt unter dieser Beschwerde.

Die Stuhl-Inkontinenz kann durch entzündliche Erkrankung des Darms, zum Beispiel Morbus Crohn oder ebenfalls durch neurologische Beschwerden ausgelöst werden. Nach einer Operation oder nach einer Geburt kann es für die Betroffenen ebenfalls schwierig sein, den Stuhl zu halten. Auch bestimmte Medikamente können eine Inkontinenz auflösen. Wer von diesen Beschwerden betroffen ist, fühlt häufig Scham und möchte sein Leiden am Liebsten nicht mit anderen Menschen besprechen. Wichtig ist es, diese Hemmung in der Arztpraxis zu vergessen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, welche die Beschwerden der Inkontinenz mildern oder heilen. Bis die Behandlung ansteht, können Patienten durch spezielle Einlagen oder Binden ein Stück Lebensqualität wiedererlangen.

Inkontinenz – Behandlung und Therapie

Wer unter einer Inkontinenz leidet, dem wird der Arzt Möglichkeiten aufzeigen, wie diese Beschwerde zu behandeln ist.

Bevor zum Beispiel operiert wird, werden in der Regel konservative Methoden eingesetzt. So werden für verschiedene Arten der Inkontinenz Medikamente verschrieben, zum Beispiel Parasympatholytika im Falle einer Reflexinkontinenz. Wichtig ist es, den Beckenboden gezielt zu trainieren, denn dieser stützt den Schließmuskel der Blase. Ist der Beckenboden gekräftigt, zählt dies zu den besten Vorsorgemethoden für eine Inkontinenz der Blase.

Ein professionelles Training der Beckenbodenmuskulatur erfolgt beim Physiotherapeuten. Wer sich sicher sein will, dass sein Training effektiv ist, solle den Weg zum Fachmann nicht scheuen. Dieses Training kann auch mit Hilfe von elektrischen Impulsen passiv durchgeführt werden. Ebenfalls hilfreich ist ein Toilettentraining, das Patienten gemeinsam mit dem Arzt entwickeln. Hierbei werden Getränke, die Menge der Flüssigkeitsaufnahme sowie feste Uhrzeiten für den Toilettenbesuch festgelegt. Diese Methoden haben sich bei beiden Formen der Inkontinenz als hilfreich erwiesen.

Wenn sanfte Methoden nicht greifen – Operative Hilfe bei Inkontinenz

Sind die konservativen Methoden ausgeschöpft, ist eine Operation eine Option. Bei einer überaktiven Blase kann das Einsetzen eines Blasenschrittmachers helfen. Besteht eine Form der Stuhl-Inkontinenz kann das Einsetzen eines Schrittmachers helfen. Ein bei der Geburt verletzter Schließmuskel kann sich nach einer Operation regenerieren.

Lebensqualität durch Einlagen und Windeln

Saugstarke Hilfsmittel wie Einlagen und Windeln sind so leistungsfähig, dass andere Personen die Beschwerde des Betroffenen nicht wahrnehmen. Da die Binden sehr dünn sind, können sie unauffällig unter der Kleidung getragen und bei Bedarf schnell gewechselt werden. Bestehen Probleme, den Stuhl zu halten, ist ein Analtampon eine gute Wahl. Männer nutzen sogenannte Kondom-Urinale, bei denen der Urin in einen kleinen Beutel fließt.

Hilfreiche Tipps für Inkontinenz

Wer zu Inkontinenz neigt, sollte dennoch genug trinken, da konzentrierter Urin die Blase mehr reizt. Wichtig ist, es Kaffee und scharfe Speisen nur in Maßen zu genießen. Ratsam ist es zudem, auf das Gewicht zu achten, da Übergewicht den Druck in der Bauchhöhle verstärken kann. Betroffene haben also – mit der entsprechenden Behandlung – einen großen Einfluss auf Ihr Wohlbefinden.

* Bildquelle: kokototo / fotolia.com

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