Immuntherapie gegen Krebs – Forscher sind optimistisch


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In den Kinderschuhen, aber mit Potential: Immuntherapien gegen Krebszellen *

Krebs gehört zu den Krankheiten, an denen Wissenschaftler weltweit intensiv forschen. So warnte die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation zuletzt, dass der regelmäßige Verzehr größerer Mengen Fleisch und Wurst, das Risiko an Krebs zu erkranken erhöhe. Doch neben möglichen Krebsauslösern werden auch die Behandlungsmöglichkeiten immer besser erforscht. So rückte zuletzt die Immuntherapie stärker in den Fokus der Wissenschaftler.

Schon vor über 100 Jahren wurde ein Zusammenhang zwischen dem Immunsystem und der Entstehung von Krebs festgestellt. Der Ansatz die körpereigene Immunabwehr gegen den Krebs zu aktivieren galt in der Pharmabranche jedoch bis vor fünf Jahren als Sackgasse. Doch seit vor vier Jahren erste Substanzen zur Stärkung des Immunsystems Wirkung gegen Hautkrebs zeigten, läuft die Forschung im Bereich der Immuntherapie auf Hochtouren. Zahlreiche Krebspatienten können darauf hoffen, schon bald von den Ergebnissen dieser Forschung zu profitieren.

Wie funktioniert die Immuntherapie?

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Chemo- und Strahlentherapien bekämpft die Immuntherapie nicht die Krebszellen direkt. Vielmehr werden die bösartigen Tumorzellen mit verschiedenen Wirkstoffen behandelt, damit das Immunsystem sie besser beseitigen kann. Die Tumorzellen sind so entwickelt, dass sie das Immunsystem des Körpers unterdrücken. Der Körper erkennt die Schädlinge nicht als solche. Ungestört von den Abwehrsystemen des Immunsystems können die Tumorzellen sich im Körper ausbreiten und wachsen. Durch die Gabe von speziellen Molekülen werden die Schutzmechanismen der Krebszellen aufgeweicht. Das Immunsystem kann die Zellen dann besser aufspüren und bekämpfen. Zur Immuntherapie gehören alle Verfahren, die das Immunsystem anregen. Eine Möglichkeit ist das Spritzen von Proteinen, die die Immunabwehr aktivieren. Dieses Verfahren wird etwa bei der GcMAF-Immuntherapie angewendet.

Immuntherapie – der Anfang ist gemacht

Noch steckt die Forschung allerdings in Kinderschuhen. Die Immuntherapie schlägt bei den Patienten sehr unterschiedlich an. Bei einigen reduzieren sich die Krebszellen, bei anderen tritt keine Wirkung ein. Warum das so ist, ist bislang ein Rätsel. Außerdem ist die Immuntherapie nicht frei von Nebenwirkungen. Es kann dazu kommen, dass auch gesunde Zellen angegriffen werden. Das kann zu Organschädigungen führen. Dazu kommt, dass die Immuntherapie noch sehr teuer ist. Die Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen, da bislang nicht genügend Studien zur Wirkungsweise der Immuntherapie vorliegen. Doch da Mediziner und Pharmazeuten die Immuntherapie als Durchbruch im Kampf gegen den Krebs sehen, fließt viel Geld in die Forschung. Bis genügend Studien und verbesserte Wirkstoffe vorliegen, ist es nur noch eine Frage der Zeit.

* Bildquelle: Flickr Killer T cells surround a cancer cell NIH Image Gallery CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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