Grundlagen Physiotherapie, Manuelle Therapie, Osteopathie


Gymnastikball für die Physiotherapie - apotheken-wissen.de

Gymnastikball für die Physiotherapie *

Bei körperlichen Beschwerden gibt es verschiedenste Ansätze zur Behandlung. Die drei Konzepte Physiotherapie, Osteopathie und Manuelle Therapie spielen dabei eine zentrale Rolle und zeichnen sich durch individuelle Inhalte aus. Nachfolgend erhalten Sie wissenswerte Basisinformationen über die Physiotherapie, die Osteopathie und die Manuelle Therapie: wann kommt bevorzugt welches Behandlungskonzept zum Einsatz und wo liegen die Unterschiede?

Physiotherapie

Bereits der Begriff „Physiotherapie“ deutet auf die spezifischen Eigenheiten dieser Therapieform hin. Wird das Wort vom griechischen Ursprung ins Deutsche übersetzt, lässt sich dessen Bedeutung als „Wiederherstellung natürlicher Funktionen“ zusammenfassen. Ziel der Physiotherapie, für die vielerorts das Synonym Krankengymnastik verwendet wird, ist die Erhaltung, Wiederherstellung beziehungsweise Verbesserung der Funktionalität und Bewegungsfähigkeit des Körpers. Ob die Physiotherapie medizinisch erforderlich ist, wird von Heilpraktikern oder Ärzten entscheiden. „Physiotherapeutische Behandlung erfolgt auf ärztliche Verordnung z.B. als Allgemeine Krankengymnastik (KG), Neurophysiologische Krankengymnastik (KGN), Krankengymnastik am Gerät (KGG), Manuelle Therapie (MT) u.v.a.m.“, fasst die Deutsche Therapeuten Auskunft zusammen.  Berechtigt zur Durchführung ist der Physiotherapeut, ein Gesundheitsfachberuf. Auch medizinische Bademeister und Masseure können zur Physiotherapie-Behandlung berechtigt sein.

Eine Physiotherapie soll körperliche Einschränkungen von Patienten behandeln. Lassen sich Körperteile nicht mehr wie gewohnt bewegen, ist die Funktion des Körpers gestört oder die Aktivität des Bewegungsapparats eingeschränkt, bedienen sich Physiotherapeuten neben diagnostischen und pädagogischen Fähigkeiten auch ihrer manuellen Kompetenz. Das Ziel besteht darin, die körperliche Bewegungsfähigkeit und Wahrnehmung zu fördern. Je nach Diagnose greifen Physiotherapeuten auf natürliche Reize wie Druck, Kälte oder Wärme zurück.

Manuelle Therapie

Massage bei Manueller Therapie - apotheken-wissen.de

Massage bei Manueller Therapie **

Die Manuelle Therapie wird von Physiotherapeuten beziehungsweise Masseuren durchgeführt, welche sich die nötige Kompetenz über eine Weiterbildung aneignen. Es handelt sich um eine in Deutschland geschützte Behandlungsform der Physiotherapie. Um als Manualtherapeut tätig werden zu dürfen, muss eine Fortbildung von Minimum 260 Stunden absolviert und eine Abschlussprüfung abgelegt werden. Nur wenn eine solche Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen ist, dürfen Physiotherapeuten, wie diese Physiotherapiepraxis in Münster beispielsweise online zeigt, ihr Leistungsspektrum um die Manuelle Therapie ergänzen.

Verordnet wird die Therapie nach einer Diagnosestellung durch den Arzt. Während der manuellen Therapie werden Patienten untersucht und entsprechend der Diagnose schonend behandelt. Die Therapie beabsichtigt Funktionsstörungen im Bewegungsapparat zu lindern und umfasst die Behandlung von Gelenken, Muskulatur und Nerven.

Ein besonderes Merkmal ist die sanfte Durchführung. Ruckartige Techniken an der Wirbelsäule, wie es Patienten aus der ärztlichen manuellen Medizin kennen, sind in der manuellen Therapie in Deutschland nicht erlaubt. Sie stellt stattdessen eine sanfte Impulstechnik dar, die sich, je nach Ausbildung des Manualtherapeuten, unterscheiden kann. Gegenüber der Chirotherapie, die für das Einrenken bekannt ist, werden bei der manuellen Vorgehensweise größtenteils keine Schmerzen verspürt. Sie kann die Biomechanik und zentrale Steuerung des Körpers optimieren. Ist aufgrund der Diagnose aber beispielsweise eine Krankengymnastik notwendig, ersetzt die manuelle Therapie diese nicht.

Es geht letztlich darum, Blockaden und die damit verbundenen Verspannungen der Muskulatur zu lösen. Die Manuelle Therapie grenzt sich dahingehend von der Physiotherapie ab, denn bei Letzterem steht die Stärkung der aktiven Muskulatur und Vermeidung von Fehlhaltungen im Fokus.

Osteopathie

Osteopathie-Behandlung - apotheken-wissen.de

Osteopathie-Behandlung ***

Die Osteopathie ist eine Komplementärmedizin. Mit der osteopathischen Behandlung kann die Medizin somit ergänzt, jedoch nicht ersetzt werden. Als Osteopathie werden mehrere Behandlungskonzepte verstanden. Sie können physiologisch-neurologische und organische Symptome durch die Ursachentherapie lindern. Behandelt wird durch den Osteopath manuell, also über körperliche Einwirkung durch die Hände. Das ganzheitlich orientierte Fach der Medizin ist vorwiegend mit der Therapie von Funktionsstörungen beschäftig und legt hierfür eine sorgfältige Untersuchung zugrunde, um die Zusammenhänge von Schmerzen nachzuvollziehen. Bewegungsapparat, innere Organe, Schädel, Nervensystem und Rückenmark werden einbezogen.

Im Vergleich zur Physiotherapie wird bei der Osteopathie ein ganzheitlicherer Ansatz zugrunde gelegt. Es geht nicht um die rein symptomatische Behandlung, sondern darum den Körper als Einheit zu betrachten und diese wiederherzustellen. Körpereigene Kräfte werden aktiviert.

Wie die Osteopathie in der Praxis erfolgen kann, zeigt das folgende Video:

Erst seit wenigen Jahren beteiligen sich einige gesetzliche Krankenkassen Erst seit wenigen Jahren beteiligen sich einige gesetzliche Krankenkassen an den Kosten der Osteopathie, wenn Patienten eine ärztliche Bescheinigung vorlegen können und der Osteopath über eine entsprechende Qualifikation verfügt. Private Kassen zahlen für die Behandlung schon länger, da sich die Komplementärmedizin in der Vergangenheit als effizient erwiesen hat.

Bildquellen: * Counselling / ** Milius007 / *** jarmon_88 – pixabay.com

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