Vitaminbomben aus dem Entsafter


Obst- und Vitaminbomben aus dem eigenen Entsafter - apotheken-wissen.de

Vitaminbomben aus dem eigenen Entsafter *

Obst und Gemüse sind bekanntermaßen die Vitaminlieferanten schlechthin. Aber egal ob Erwachsene oder auch und besonders Kinder: Obst und Gemüse sind nicht immer jedermanns Sache, so dass eine ausreichende Zufuhr mit Blick auf Vitamine und weitere Vitalstoffe zu kurz kommen kann. Kurzfristig sicher eher problemlos, länger andauernd oder aber im Rahmen bestimmter Situationen (Krankheiten überwinden, Immunsystem stärken etc.) sicher nicht empfehlenswert. Obst und Gemüse in anderer als den bekannten Darreichungsformen anzubieten kann helfen, diese Vitaminlieferanten doch häufiger zu nutzen. So zum Beispiel als Obstsaft oder Gemüsesaft aus dem eigenen Entsafter – und nein, eine Saftkur ist nicht allein etwas für diejenigen, die vegetarisch oder vegan leben.

Was macht einen guten Entsafter aus?

Eine der grundsätzlichen Hauptunterscheidungen ist die Art und Weise, wie das Pressgut entsaftet wird: Zentrigualentsafter arbeiten dabei mit hohen Drehzahlen und der Saft des Obstes oder Gemüses wird durch die Zentrifugalkraft aus dem Pressgut gewonnen. Bei Schäumen und Smoothies ist eine diese Methode sinnvoll, denn sie mischt durch die hohen Drehzahlen auch Luft unter den Saft und macht ihn deshalb besonders cremig und locker. Der Sauerstoff und auch die bei den hohen Drehzahlen entstehende Wärme können aber auch kontraproduktiv sein, wenn das eigentlich Ziel des Entsaftens eine möglichst hohe Ausbeute an Vitamen und Vitalstoffen ist. Um Vitamine und Vitalstoffe möglichst komplett zu erhalten, sind Entsafter mit möglichst niedrigen Drehzahlen besser. Solche so genannte Satfpressen, Whole Slow Juicer, Slow Juicer oder Silent Juicer entsaften mit gegeneinander laufenden Presschnecken und pressen der Saft aus Obst und Gemüse mit ca. 100 Umdrehungen pro Minute aus.

Wenn auch alles andere wie Zubehör, Sieb, einfache Reinigung etc. passt, kann man also sagen: je langsamer der Obst und Gemüse ausgepresst werden, desto besser für die Vitamingewinnung und den Vitaminerhalt im Saft. Diese Entsafter abeiteten beispielsweise mit nur 60 Umdrehungen pro Minute, was auch bei einem sehr harten Pressgut wie beispielsweise bei Möhren sehr geeignet und von Vorteil ist. Übrigens zeichnen sich diese Entsafter durch einen besonders trockenen Trester aus, das ein deutliches Zeichen dafür ist, dass das Pressgut sämtliche Flüssigkeit, sämtlichen Saft abgegeben hat. Und auch auf Schäume, Smoothies oder Eiscreme muss man bei einem Slow Juicer nicht verzichten: auch sie sind auf dieser Basis herstellbar – wenn auch nicht immer in nur einem einzigen Arbeitsschritt.

Hintergründe, Tipps und Tricks für das eigene Entsaften

Ob rote, gelbe, blaue, bunte oder grüne Säfte aus der eigenen Herstellung und der eigenen Saftpresse: Genuss und Gesundheit können sich so sehr gut kombinieren lassen. Nachfolgend einige weitere Hintergründe, Antworten, Tipps und Tricks rund um das Thema:

Wieviel Obst und Gemüse wird pro Tag empfohlen?
Es empfiehlt sich bei einem durchschnittlichen Energierichtwert von 2.000 kcal am Tag, dass zwischen 7% und 14% der Energiezufuhr aus Obst und Gemüse bestehen sollten. Um es etwas handhabbarer darzustellen: Eine Portionsgröße Obst oder Gemüse hat ca. 80g und durchschnittlich 35 kcal je 100 g. Demzufolge ergibt die Empfehlung eine tägliche Menge von 400g bis 800g aus Obst und Gemüse oder umgerechnet mindestens 5 Portionen täglich. Wichtig ist an dieser Stelle der dort ergänzte Hinweis, dass möglichst zwischen vielen verschiedenen Sorten an Obst und Gemüse angewechselt werden sollte. Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)

Ist Fruchtzucker in großen Mengen nicht schädlich?
Ja, das stimmt: der Fruchtzuckeranteil im Obst ist nicht eben gering und kann der Körper belasten. Es ist aber eine Frage der Menge und um in einen belastenden Bereich zu gelangen müssten es schon drei oder mehr Kilogramm Äpfel oder Orangen pro Tag sein. Eine Hilfestellung bei echten Obstliebhabern: wer seinem Saft Zimt hinzufügt, kann dadurch mit dem blutzuckersenkenden Eigeneschaften des Zimts gegensteuern. Oder auch: den Anteil an Gemüse und Gemüsesäften erhöhen, denn Gemüse enthält keinen Fruchtzucker und ist in dieser Art der Betrachtung sogar noch gesünder als Obst.

Trester: wegwerfen oder auch nutzen?
Der nach dem Entsaften und dem Saft übrig bleibende Rest des Pressguts nennt man Trester. Auch diesen Terster kann man sehr sinnvollen Weiterverwendungen zuführen, wenn man ihn nicht gleich entsorgen möchte. Online finden sich mittlerweile sogar spezielle Seiten zu Rezepten aus Trester. Alternativ kann man ihn auch ganz einfach trocknen und als sehr gesunde Knabberei nehmen.

* Bildquelle: © Kesu – Fotolia.com

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