Gesund wohnen – gewusst wie!


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In einem gesunden Zuhause finden alle Bewohner die Quelle für Wohlbefinden *

In unseren eigenen vier Wänden verbringen wir die meiste Zeit des Lebens. Hier werden unsere Kinder groß, hier erholen wir uns, kochen und verrichten unsere Körperpflege. Damit unser Zuhause ein Ort der Gesundheit bleiben kann, sollte schon beim Bau auf bestimmte Dinge geachtet werden. Wir geben Ihnen in diesem Ratgeber wertvolle Tipps, was Sie tun können, um für ein gesundes Zuhause zu sorgen.

Hintergrund

Als Christian Morgenstern vor rund 100 Jahren das Zitat prägte: „Zeige mir, wie du baust und ich sage dir, wer du bist“, wies er auf genau jenen Zusammenhang hin. Alles, was in Wohnräumen oder im Haus an Baustoffen und Möbeln steckt, hat Einfluss auf uns und unsere Gesundheit. Das betrifft versteckte Schadstoffe in den Materialien, aber auch die Art und Weise, wie die Bausubstanz verbaut wurde. Schlechte Raumluft aufgrund von Ausdünstungen oder Schimmelbefall, aber auch gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.

Worauf können Sie achten? Gibt es bestimmte Problemzonen in Haus und Wohnung?

Wohngesund bauen

Schon beim Bau eines Hauses können Sie auf gesunde und umweltverträgliche Materialien aufpassen. Denn in modernen Bauprodukten gibt es eine ganze Reihe von Schadstoffen, wie diese Aufzählung von Wohngiften in Innenräumen zeigt. Als Bauherr haben Sie Einfluss auf die Auswahl von wohngesunden Baustoffen, die frei von Giften sind, und deren Einsatz. Dazu gehören Baustoffe, die feuchtigkeitsregulierend wirken und frei von Weichmachern, Lösungsmitteln und chemischen Zusatz-Stoffen sind. Auch die Verwendung von Holzschutzmitteln ist im Innern eines Gebäudes nicht mehr erlaubt. Ebenso zu vermeiden sind Biozide, Formaldehyde, Glykole und Flammschutzmittel.

Oft liegt dabei der Teufel im Detail und ökologische Baumaterialien sind nicht immer gleichzusetzen mit wohngesunden Materialien – beispielsweise wenn bestimmte Dämmstoffe wie Schafwolle mit Mottenschutzmitteln behandelt wurden. Achten Sie auf durchgehend schadstoffarme Materialien:

  • Hanf- oder Holzfaserdämmung
  • Konstruktionsvollholz
  • Kalk- oder Lehmputz, Lehm- oder Silikatfarben
  • Tonziegel, Porenbeton oder Kalksandstein
  • Naturbelassene Holzböden oder Steinböden
  • Glastüren statt Kunststofftüren

Wohnungsproben analysieren lassen

Vor allem, wenn bei Ihnen oder Ihrer Familie bestimmte Krankheitssymptome verstärkt und vor allem chronisch auftauchen, kann die Ursache in der Wohnumgebung liegen. Dazu gehören Kopfschmerzen, Übelkeit, Schleimhautreizungen, Schwindelgefühle, Allergien, Asthma sowie eine auffällige Infektanfälligkeit der Bewohner. Der Verdacht liegt dann nahe, dass aus den Baumaterialien bestimmte Chemikalien und Giftstoffe entweichen. Dies fällt nicht unbedingt auf, weil diese völlig geruchsneutral sind.

Gerade in älteren Wohnhäusern sind zum Teil bedenkliche Schadstoffe verbaut worden. Asbesthaltige Well-Platten oder PCB-haltige Fugen enthalten bestimmte Wohngifte, die absolut bedenklich für die Gesundheit sind. Wenn Sie einen Verdacht haben und herausfinden wollen, wie es um Ihre Wohnmaterialien beschaffen ist, sollten Sie eine Umweltanalyse durchführen lassen. Ein Fachmann entnimmt dafür Proben aus der Raumluft sowie von festen und flüssigen Stoffen in der Wohnung und untersucht diese auf gesundheitsschädliche Verunreinigungen.

Sind erhöhte Werte festgestellt worden, muss womöglich ein komplettes Sanierungskonzept Abhilfe schaffen. Auch hierfür können Baubiologen und entsprechende Sachverständigenbüros helfen.

Natürliche Wohnmaterialien

Mit den richtigen Materialien können Sie in Ihrer Wohnung immer für eine gesunde Wohnwelt sorgen.

Wohlfühl-Wohnen - apotheken-wissen.de

Mit ökologisch unbedenklichen Wohnmaterialien schaffen Sie eine gesunde Wohlfühlatmosphäre **

Dabei können Sie in den verschiedenen Wohnbereichen bei der Auswahl der Einrichtungsgegenstände auf bestimmte Gesundheitsaspekte achten. Dazu gehören schadstoffarme Materialien genauso wie natürliche Möbel. Hier gilt es unter anderem, auf billigproduzierte und chemisch behandelte Materialien zu verzichten – zugunsten von naturbelassenen Massivmöbeln.

Im Schlafzimmer ist eine gute Dämmung wichtig, um ausreichend Ruhe in der Nacht zu haben. Ein ergonomischer Kleiderschrank oder ein gutes Bett aus naturbelassenen Materialien gehört dazu. Auch Elektrosmog ist gerade im Bereich um das Bett zu vermeiden.

Im Küchenbereich sollten sie auf emissionsarme Plattentypen achten und mit fugenlosen Arbeitsflächen dafür sorgen, dass im Feuchtbereich kein Schimmel entsteht. Oft ist die Verwendung von Vollholzplatten die beste Wahl. Beim Wachsen und Ölen der Holzplatten sind immer Natursiegel vorzuziehen.

Im Kinderzimmer sollten Sie auf einen guten Bodenbelag achten, denn gerade kleine Kinder halten sich viel auf dem Boden auf. Der ideale Boden im Kinderzimmer ist ein geöltes Holzparkett. Wenn Teppiche gewünscht sind, dann achten Sie auf zertifizierte Ökosiegel wie das Öko-Tex-Siegel „Textiles Vertrauen“ und den Einsatz von schadstoffgeprüften Textilien.

Hygiene im Badezimmer beachten

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Ein sauberes und mit Pflanzen ausgestattetes Badezimmer gibt täglich eine gute Startvoraussetzung in den Tag ***

Durch regelmäßiges Putzen kann jeder unliebsame Bakterien und Keime im Haushalt in Schach halten. Besonders die Sauberkeit im Badezimmer hat einen großen Stellenwert, denn durch die Feuchtigkeit haben unliebsame Keime einen guten Nährboden zum Gedeihen. Die wichtigsten Regeln hier:

  • Einmal die Woche Wechseln und Waschen von Handtüchern, Waschlappen nach zwei- bis dreimaligem Benutzen
  • Mindestens einmal die Woche den Boden feucht abwischen, Toilette ebenfalls gründlich säubern
  • Gründliches Lüften und regelmäßiges Durchheizen im Bad, um Schimmelbildung vorzubeugen
  • Zahnbürsten immer gut trocknen, spätestens nach drei Monaten wechseln
  • Duschvorhänge gut trocknen lassen

Wellness für die Wohnung

Es gibt jedoch noch andere Methoden, mit der Sie die Raumatmosphäre verbessern können. Für das richtige Wohlfühlklima sorgt eine ausgeglichene Wohnraumgestaltung ebenso wie gesunde und schadstofffreie Materialien. Hier gibt die fernöstliche Lehre des Feng Shui wertvolle Anhaltspunkte. Auch Erkenntnisse aus der Farbpsychologie helfen, den Wellness-Faktor der eigenen Wohnung zu optimieren.

Für einen gesunden Ausgleich in den eigenen vier Wänden sorgt nach Feng Shui, dass das „Chi“, die universelle Lebensenergie ungehindert fließen kann. Wer es ganz professionell machen will, sollte einen Experten einbeziehen, der die gesamte Wohnung in Augenschein nimmt. Einige Faktoren können Sie jedoch leicht selbst umsetzen:

  • Entrümpeln der Wohnung: Alles Verbrauchte und Unnötige in der eigenen Umgebung bindet Energie an sich und kann einengen. Das Ausmisten schafft mehr Platz und beseitigt überflüssige Staubfänger. Auch vertrocknete Blumen oder Pflanzen schaffen negatives Chi.
  • Ausgleich schaffen: In dunkle Ecken Lichtquellen bringen oder auffällige Ecken durch runde Möbelstücke oder andere Elemente abschwächen.
  • Wasser als Gestaltungelement: Der Energiefluss wird durch Wasser verstärkt, mit Wasserschalen, Zimmerspringbrunnen oder einem Aquarium kommt sie in den Fluss.

Es lohnt sich, im täglichen Leben und bei der Einrichtung auf die ausgleichenden Richtlinien des Feng Shui zu achten. Spätestens bei der nächsten Renovierung können Sie dadurch die besten Voraussetzungen für ein optimales Wohlfühlen zuhause schaffen.

* Bildquelle: Pixabay @ kalhh (CCO public domain)
**  Bildquelle: Pixabay @ Janbrokes (CCO public domain)

***  Bildquelle: Pixabay @ Ihotsky (CCO public domain)

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