Genitalherpes: Übertragungswege, Ansteckung, Vorbeugung


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Genitalherpes: Wie gehe ich im Falle eines Falles damit richtig um? *

Genitalherpes ist eine Krankheit, die nicht zu den Erkrankungen gehört, von der man freimütig im Bekanntenkreis erzählt. Ähnlich wie Herpesbläschen im Gesicht haftet auch dieser Erkrankung ein gewisser Aberglaube an, dass die Erkrankung mit ungesunder Lebensweise oder häufig wechselnden Sexualpartnern zu tun hat. Daher wird dieser Erkankung oft schamhaft verschwiegen. Jedoch gibt es eigentlich keinen Grund, sich deswegen zu schämen.

Ursachen und Übertragung eines Genitalherpes

Die Ursache für den Genitalherpes ist eine Virusinfektion. Hierfür kommen zwei verschiedene Virenstämme des Herpes-simplex-Virus in Frage. Man unterscheidet daher in den Typ 1 und 2 (HSV-1 und HSV-2).

Die Übertragung erfolgt wie bei anderen Viren auch durch den Kontakt mit der Haut, den Schleimhäuten oder Sekretionen. Der Genitalherpes wird durch Geschlechtsverkehr und auch den Oralverkehr übertragen. Auch eine Übertragung von der Mutter auf das Kind, zum Beispiel während der Geburt ist denkbar. Da die Symptome in der Regel nicht unterscheiden lassen, ob es sich um die Reaktivierung oder die Erstinfektion handelt, ist das Krankheitsbild für viele Betroffene schlicht peinlich.

Woran erkennt man Genitalherpes?

Die Ersterkrankung geht mit einer Inkubationszeit von wenigen Tagen einher. Hat das Virus die Arbeit begonnen, stellen sich meist grippeähnliche Beschwerden ein. Dazu zählen neben Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen auch Übelkeit und eine Schwellung der Lymphknoten. Der eigentliche Genitalherpes ist an stark geröteter Haut in der betreffenden Region zu erkennen. Die Lymphknoten in der Leistengegend sind stark geschwollen und es kommt zum auftreten einzelner Bläschen oder Bläschengruppen. Diese Bläschen sind meist sehr schmerzhaft, brennen und jucken stark und können schon nach kurzer Zeit aufbrechen. Dann kommt es zu Erosionen und Bildung von Geschwüren. Betroffen sind vor allem die äußeren Geschlechtsorgane, aber auch die Haut an den Oberschenkeln, an Fingern oder im Gesicht. Bei ernsterem Krankheitsverlauf über mehrere Wochen können auch Beschwerden bei der Harnentleerung oder eitrige Sekretionen auftreten.

Nach der Erstinfektion verbleiben die Viren in den Nervenzellen und können dort ein Leben lang wieder ausbrechen. Beim Genitalherpes handelt es sich also um eine chronische Erkrankung. Rückfälle kündigen sich meist mit Spannungsgefühl oder Empfindungsstörungen oder schmerzhaften Symptomen wie Brennen oder starkem Juckreiz an.

Kann man einem Genitalherpes vorbeugen?

Vor allem nach der eigenen Infektion ist die Frage wichtig, wie man die Übertragung des Virus möglichst verhindern kann. Aus der Gefahr einer Übertragung dieser unangenehmen Erkrankung rührt auch ein Großteil der damit verbundenen Unsicherheit. Träger des Virus sollten ihre Partner durch die Verwendung eines Kondoms schützen. Ist die Krankheit ausgebrochen, sollte man den Kontakt mit aufgeplatzten Bläschen meiden oder zumindest auf strenge Hygiene achten.

Die Behandlung eines Genitalherpes

Eine Behandlung dieser Viruserkrankung geht meist mehrere therapeutische Wege. Zum Einen wird der Virus mit entsprechenden antiviralen Mitteln bekämpft. Hierbei kann man sowohl auf Tabletten und Kapseln, als auch auf äußerlich anwendbare Produkte zurückgreifen. Zusätzlich können die Leiden mit Hilfe von Desinfektionsmitteln und Schmerzmitteln gelindert werden.

Textquelle: www.genitalherpes-hilfe.de

* Bildquelle: AlexVan / pixabay.com

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