Funktionskleidung beim Sport – Wie macht man es richtig?


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Funktionskleidung: damit das Sportvergnügen auch bei kaltem oder nassem Wetter nicht getrübt wird *

Ob beim Wintersport, Joggen, Walken, oder auch in den Bergen: Die Bewegung tut gut aber das Entscheidende ist die Kleidung. Ist diese nicht richtig gewählt kann das schönste Workout schnell zum Negativerlebnis werden denn ein frierender Sportler kann nicht nur krank werden sondern verliert zwangsläufig auch den Spaß an der Bewegung. Die Textil- und Bekleidungsindustrie hat sich einiges einfallen lassen, um den Körper beim Schwitzen gegen das Auskühlen zu schützen. Das Zauberwort: Funktionskleidung.

Hintergrund Funktionskleidung

Die Funktionskleidung wird idealerweise im sogenannten Lagenlook oder auch Zwiebellook getragen und dient dem Zweck, den Schweiß von der Haut weg zu bringen und so die Nässe weitestgehend zu reduzieren. Der Begriff Funktionskleidung bezeichnet die Sportbekleidung, die bei verschiedensten Witterungseinflüssen einen besonderen Einfluss auf den Komfort bzw. die Regulierung der Körpertemperatur ausübt. Klar ist vor allem eins: Jeans und T-Shirt gehören definitiv nicht dazu.

Anfänge der Funktionskleidung

Die erste sogenannte Funktionskleidung wurde Ende der 80er Jahre auf den Markt gebracht und hat sich um das Jahr 2000 zu einem regelrechten Hype entwickelt. Den Ursprung der Idee stellte die Erkenntnis dar, dass immer mehr Sportler bemängelten, dass sich Baumwolle schnell mit dem Schweiß vollsog und somit als kalter Umschlag auf der Haut klebte. Sie forderten außerdem eine leichtere Kleidung, um sich beim Sport wohler zu fühlen und weniger zu belasten.

Dies führte zu Experimenten mit den ersten Funktionsfasern, die schnell trockneten und somit zu weniger Nässe auf der Haut führten. Im Laufe der Jahre wurde die Wirksamkeit immer mehr optimiert, auch der lästige Plastikgeruch verschwand und mittlerweile ging man sogar dazu über, Kunstfasern mit Naturfasern zu kombinieren, um ein angenehmeres Tragegefühl zu erreichen. Schließlich wurde auch an der Optik gefeilt, so dass sich optimaler Tragekomfort und modische Highlights heute nicht mehr gegenseitig ausschließen. Auch das Gewicht der Kleidung hat sich über die Jahre deutlich reduziert, so dass Sportler praktisch nur noch ein Hauch von Nichts um die Beine tragen, was zusätzlich für ein angenehmeres Tragegefühl führt.

Aus welchen Teilen sollte die Funktionskleidung bestehen?

Der sogenannte Zwiebellook beschreibt eine Kombination aus verschiedenen Stoffen und Kleidungsstücken, die zusammen dafür sorgen sollen, die Haut unter dem Lagenberg möglichst trocken und warm zu halten.

Zuunterst sollte eine spezielle Funktionsunterwäsche getragen werden. Diese liegt eng an und sorgt dafür, dass der Schweiß sich nicht unter der Kleidung staut, sondern durch den Stoff vom Körper weg nach außen getragen wird. Als sogenannter Midlayer bezeichnet man ein Oberteil Fleece, das über dem Funktionsshirt oder –unterhemd getragen wird und zusätzlich dafür sorgen soll, dass die Nässe vom Körper weg transportiert und die Wärme erhalten bleibt. Um sich vor Wind und Regen zu schützen zieht der Sportler als dritte Lage noch eine Jacke über, bei Skifahrern kommt hier noch die entsprechende Skihose dazu. Hierbei ist es wichtig, dass diese aus einem wasserabweisenden Material besteht, das gleichzeitig für einen Luftaustausch sowie ebenfalls für einen Transport der Feuchtigkeit von der Haut weg sorgt. Zu diesem Zweck eignen sich beispielsweise Jacken aus Softshell oder auch Ripstop.

Günstige und teure Hightec-Funktionskleidung

Generell gilt: Funktionalität und Funktionskleidung haben ihren Preis. Hierbei sollte zunächst abgewogen werden, zu welchem Zweck die Kleidung angeschafft werden soll. Beispielsweise haben Wintersportler oder auch Jogger, die bei Wind und Wetter täglich unterwegs sind, einen höheren Anspruch an die Kleidung als gelegentliche Hobbysportler. Verständlich, denn für einen Skifahrer, der durch nasse Unterkleidung anfängt zu frieren, kann ein Abfahrtsvormittag schon lang und im ungünstigsten Fall sehr ungemütlich werden.

Merinowolle als Bestandteil von Funktionsunterwäsche ist beispielsweise besonders weich und für seine Geruchsneutralität bekannt. Auch wärmt sie den Körper selbst im feuchten Zustand und ist zudem besonders atmungsaktiv. Bei Jacken sind Sympatex und Gore-Tex besonders hochwertig angesiedelt, da sie besonders wasser- und windabweisend sind. Selbstverständlich hat eine solche Qualität auch ihren Preis, während für Hobbysportler unter Umständen auch günstigere Modelle absolut ausreichen. Wichtig ist vor allem, sportlich und gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Ist dieses Ergebnis erreicht, können auch Fleecepulli und Parka genügen, um den Jogger ausreichend warm zu halten.

* Bildquelle: fsHH / pixabay.com

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