Food Swap – Gesunder Trend für Selbstgemachtes


Food Swap mit Selbstgebackenem - apotheken-wissen.de

Food Swap, weil Hausgemachtes ohnehin voll im Trend liegt *

Der Trend kommt aus den USA und ist erst 2015 nach Deutschland geschwappt. Das Prinzip ist immer gleich: Leute treffen sich zu einem Essen und jeder bringt ein selbst gemachtes Gericht oder selbst geerntetes Gemüse oder Obst mit. Dann wird getauscht. Der Trend ist nicht nur lecker, sondern bringt die Menschen zusammen. Wie er funktioniert, was man dazu braucht, wo der nächste Food Swap stattfindet und wie sich eine Veranstaltung auf die Beine stellen lässt, ist jetzt Thema.

Food Swap – Wie alles begann

Die Begründerin des Trends, Deb Perelman aus New York, startete ihren Blog smittenkitchen.com vor mehr als 10 Jahren. Dort sind unzählige Rezepte von Leckereien zu finden, die nicht nur in Amerika regen Anklang finden. Der Trend fand über das Internet seinen Weg über den großen Teich bis nach Deutschland und inzwischen gibt es eine deutsche Community, die sich in den sozialen Medien trifft. Vorreiterinnen in Deutschland sind Swantje Havermann und Yelda Yilmaz aus Hamburg. Sie haben genauso wie die amerikanische Deb Perelman ein Kochbuch mit den leckersten Rezepten zusammengestellt.

So funktioniert Food Swap

Beim Food Swap geht es darum, Produkte aus eigener Herstellung und deren Rezepte miteinander zu teilen. Es wird nichts verkauft und auch keine finanziellen Interessen verfolgt. Deshalb greifen auch nicht die üblichen Hygienevorschriften, die normalerweise bei Veranstaltungen im Gastronomiebereich erforderlich sind. Food Swap ist eine private Veranstaltung.

Jeder der Anwesenden soll tauschen, probieren und vor allem neue Speisen und Getränke genießen. Marmelade, Gebäck, Brot, spezielle Aufstriche, Käse, Liköre – alles, was selbst gemacht ist, findet beim Food Swap Anklang. Ein Treffen beim Hamburger Food Swap läuft so ab:

  1. Jeder bringt etwas selbst gemachtes mit. Das Besondere: Das Produkt muss in fünffacher Ausfertigung dabei sein. Wer zum Beispiel einen Likör hergestellt hat, bringt fünf Flaschen davon mit. Wer eine Marmelade hergestellt hat, bringt fünf Gläser mit.
  2. Eine Ausfertigung wird auf den Tisch gestellt, die anderen vier werden auf einem anderen Beistelltisch abgestellt. Am Tag der Veranstaltung sind alle Teilnehmer an einem Tisch und probieren, während derjenige, der die Speise gemacht hat, diese vorstellt
  3. Die Veranstaltung ist sehr gesellig und der Austausch bezieht sich nicht nur auf die Produkte. Auch der Austausch der Teilnehmer untereinander ist gewünschter Effekt des Treffens. Die Gespräche mit neuen Bekannten bereichern den Alltag.
  4. Am Ende des Abends sucht sich jeder aus, was ihm besonders gut geschmeckt hat und tauscht es gegen das eigene Produkt.
  5. Nach der Veranstaltung geht eine Rundmail mit allen Rezepten raus.

Das braucht es in der Küche

Selbstgemachter Eierlikör - apotheken-wissen.de

Selbst gemachter Eierlikör in kleinem Gläschen zum Mitnehmen ist eine schöne Erinnerung an den Food Swap **

Um beim Food Swap mitzumachen, braucht es zunächst einmal Freude am Kochen, Einmachen, Backen, Pökeln, Einlegen, Pochieren, Sautieren, Filetieren und Braten. Wer gerne in der Küche steht und Neues ausprobiert, für den ist Food Swap eine echte Inspiration. Im Grunde ist eine durchschnittlich ausgestattete Küche ausreichend, um beim Food Swap mitzumachen. Und das sollte in keiner Küche fehlen:

  1. Schneidebrett und verschiedene Messer
  2. Edelstahltöpfe und Pfannen
  3. Kochlöffel, Pfannenwender, Schneebesen, Schaumlöffel, Schöpflöffel
  4. Fleischwolf
  5. Pürierstab
  6. Mixer

Idealerweise verfügen Hobbyköche über eine Universal-Küchenmaschine, die mindestens diese Grundfunktionen erfüllt:

  • Rühren
  • Kneten
  • Emulgieren

Darüber hinaus ist es hilfreich, wenn sie Zusatzfunktionen wie Mixen, Reiben, Raspeln und Schneiden mitbringt. Es gibt Geräte, die eine Getreidemühle und einen Fleischwolf ersetzen, eine Zitruspresse inkludieren und auch einen Nudelvorsatz mitbringen. Verbraucher sollten bei der Anschaffung Wert auf Qualität legen, ist zum Beispiel bei Küchengeräte im Test zu lesen. Dort findet sich auch ein Überblick aller Grundfunktionen mit Erläuterungen zu den verwendeten Rührverfahren, Ausstattungsmerkmalen und grundlegende Informationen zu Herstellern von Küchenmaschinen.

Wo findet der nächste Food Swap statt?

Der Trend ist noch so neu in Deutschland, dass Termine bislang nur in größeren Städten zu finden sind. Einerseits gibt es die Hamburger Community, zu finden und food-swap.de. Andererseits haben sich auch in München (siehe foodswapmuc.wordpress.com), Köln und Berlin Food Swaps etabliert. Die Treffen finden in lockerer Folge statt, alle paar Monate geben die Veranstalter einen neuen Termin raus.

Wem das zu selten ist, der sollte Eigeninitiative zeigen. Warum nicht fünf oder sechs Nachbarn einladen, den ersten Food Swap des Ortes zu veranstalten? Auch in Facebook lässt sich das geplante Event posten, um Kontakt zu möglichen Teilnehmern zu erhalten. Die Resonanz ist für den Anfang schwer abzuschätzen, denn es kommt darauf an, wie der Food Swap aufgezogen wird.

Tipps für die eigene Veranstaltung

Food Swap ist eine wunderbare Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt zu kommen und gleichzeitig alte Rezepte aus Großmutters Zeiten neu kennen zu lernen, neue kulinarische Ideen zu entdecken und sich für die alltägliche Küche inspirieren zu lassen. Gute Gründe, selbst einen kleinen, privaten Food Swap auf die Beine zu stellen.

Ein bewährter Ansatz, den ersten Food Swap auf die Beine zu stellen ist, ein Motto zu vergeben. So könnten zum Beispiel gesunde Speisen aus Spinat das Thema des ersten Abends sein. Gut möglich, dass die Teilnehmer darauf diesem Weg ganz neue, überraschende Rezepte kennenlernen. Aber auch jedes andere Motto dient dem Zweck, dem ersten Treffen eine gezielte Richtung zu geben. Das ist recht nützlich, um sich für bislang stiefmütterlich behandelte Lebensmittel ganz neue Anregungen zu holen. Leckeres aus Physalis, Snacks mit Tofu, scharfe Snacks oder gesunde Alternativen zu Schokolade bringen mit Sicherheit ungeahnte Variationen auf den Tisch.

Mit Liebe gemacht – Food Swap sorgt für gute Laune

Wer sich für andere in die Küche stellt und Köstlichkeiten zaubert, der investiert nicht nur Zeit, sondern auch Mühe. Naschereien, mit Liebe gemacht, sind lecker und man sieht gleich, wie viel Arbeit in ihnen steckt. Food Swap ist eine Herzensangelegenheit und wer am Ende der Veranstaltung feststellt, dass die anderen Teilnehmer die selbst angebotene Speise mit Begeisterung verzehrt haben, der ist stolz und glücklich. Gute Laune macht ein solches Treffen sowieso, denn wer mit Gleichgesinnten ins Fachsimpeln gerät und dabei bei einem Glas Wein neue Speisen probieren darf, der wird noch lange nach dem Treffen gerne daran zurückdenken – und mit Vorfreude auf die nächste Veranstaltung warten.

* Bildquelle: pixabay.com © Daria-Yakovleva (CCO Public Domain)
** BIldquelle: pixabay.com ©
RitaE
(CCO Public Domain)

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