Höheres Diabetes-Risiko durch Süßstoffe und Light-Produkte?


Diabetes Risiko durch Süßstoffe? apotheken-wissen.de

Halten bspw. Light-Produkte, was sie versprechen? Oder verstärken sie das Diabetes Risiko? *

Süßstoff galt und gilt oft immer noch als eine Art Wundermittel: Getränke und Speisen lassen sich beliebig süßen – und das ganz ohne zusätzliche Kalorien. Bei Diäten wird beim Kaffee zum praktischen Zuckerersatz gegriffen und auch beliebte Lebensmittel, wie etwa Limonade oder Schokolade, werden als Light-Produkte für Figurbewusste angeboten, bei denen auch Menschen mit Diabetes gern zugreifen. Doch halten die Ersatzstoffe tatsächlich, was sie versprechen oder können sie gar das Risiko einer Typ-2-Diabeteserkrankung erhöhen?

Sucralose, Aspartam und Co. – Diabetes vorprogrammiert?

Viele Lebensmittel in Supermärkten sind entweder stark zuckerreduziert oder aber komplett zuckerfrei. Hier werden in der Regel alternative Süßungsmittel, wie z.B. Aspartam, Fruktose oder Sorbit, verwendet. Doch oftmals können solche Austauschstoffe im Übermaß abführend wirken oder zu unangenehmer Luftbildung im Darm führen. Außerdem bedeutet es nicht zwangsläufig, dass Diät-Produkte nicht dick machen, nur weil kein Zucker enthalten ist. Während Menschen mit Diabetes früher stets dazu geraten wurde, lieber auf Diät-Produkte zurückzugreifen, ist die Kategorie Diabetiker-Lebensmittel seit Änderung der Diätverordnung 2010 ersatzlos gestrichen. Betroffene erhalten heutzutage vielmehr den Hinweis, ganz normale zuckerhaltige Lebensmittel in Maßen zu genießen.

Erste Untersuchungen zum Thema

In einem Versuch stellte der israelische Wissenschaftler Dr. Jotham Suez 2014 fest, dass künstliche Süßungsmittel wie Aspartam und Saccharin eine Glukoseintoleranz hervorrufen und damit einen Diabetes fördern können. Untersucht wurde dies im ersten Schritt mithilfe von Labormäusen und im Anschluss auch an einer kleinen Gruppe von Testpersonen, denen über einen kurzen Zeitraum unterschiedlich gesüßtes Wasser verabreicht wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass die künstlichen Süßungsmittel bei regelmäßigem Verzehr einen negativen Einfluss auf die Darmflora haben und zudem für höhere Nüchternblutzuckerwerte sorgen (siehe aerzteblatt.de).

Doch ist diese Studie aussagekräftig? Bisher gibt es zu diesem Thema noch keine umfangreichen Langzeituntersuchungen, sodass sicherlich keine allgemeingültigen Schlüsse aus den Ergebnissen gezogen werden können. Gleichzeitig sollte künstlichen Süßungsmitteln nicht blind vertraut werden, denn solange keine detaillierteren Tests vorliegen, die die Ergebnisse der Studie widerlegen, besteht die Möglichkeit, dass die vorhandenen Daten einen Hinweis auf unerwünschte Folgeerscheinungen des Verzehrs darstellen könnten.

Fazit: Das gehört auf den Speiseplan

Zahlreiche Wissenschaftler stehen den Untersuchungen von Dr. Suez äußerst kritisch gegenüber – vor allem auch, weil die in der Studie getesteten Süßstoffe sich aus chemischer Sicht sehr stark unterscheiden und damit eine Pauschalisierung nicht ausreichend rechtfertigen. Die Aussage, dass Aspartam und Co. das Risiko einer Diabeteserkrankung fördern, ist somit zweifelhaft – auch wenn hier sicherlich noch umfangreiche Langzeitstudien durchgeführt werden können. Vielmehr ist davon auszugehen, dass eine allgemein ungesunde Lebensweise die Wahrscheinlichkeit erhöht, an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Da die Ernährung sowohl bei der Vorbeugung als auch der Therapie eines Typ-2-Diabetes eine ganz entscheidende Rolle spielt, sollte immer darauf geachtet werden, dass der Speiseplan Zucker und Fette nur in Maßen enthält und gleichzeitig viel Gemüse, Vollkornprodukte und Obst verzehrt werden. Und das muss keineswegs langweilig und eintönig sein, denn es lassen sich viele tolle Speisen aus gesunden Zutaten zaubern. Leckere Rezeptideen oder spannende Fakten zu verschiedenen Lebensmitteln liefert z.B. mein-buntes-leben.de – da ist für das nächste Mittagessen bestimmt etwas dabei.

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* Bildquelle: Coca-Cola | © PDPics – pixabay.com

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