Deutscher Lebensmittel-Allergietag 2012


apotheken-wissen.de: Deutscher Lebensmittel-Allergietag 2012

apotheken-wissen.de: Deutscher Lebensmittel-Allergietag 2012

Am 23.06.2012 findet von 09.30 Uhr bis 16.00 Uhr der Deutsche Lebensmittel-Allergietag 2012 in der Bonner Beethovenhalle bei freiem Eintritt statt. Der Initiator ist der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) und der Deutsche Lebensmittel-Allergietag steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Der DAAB besteht bereits seit 115 Jahren und versteht sich als Patientenvertretung zu den Themen Allergien, Asthma und Neurodermitis. Er zählt knapp 20.000 Mitglieder und bietet mit 250 ehrenamtlichen Helfern in 120 Ortsgruppen ca. 1.000 Angebote zu diesen Themen jährlich an. apotheken-wissen.de macht auf diese Initiativen und den Deutschen Lebensmittel-Allergietag 2012 gerne aufmerksam!

Hintergrund der Initiative Deutscher Lebenmittel-Allergietag

Jeder dritte Deutsche leidet unter einer Unverträglichkeit auf Fruchtzucker oder Milchzucker oder eine noch darüberhinaus gehende Nahrungsmittelintoleranz / Lebensmittelintoleranz, die nicht immer rechtzeitig erkannt wird. Betroffene mit Darmbeschwerden müssen meist mehrere Ärzte aufsuchen, bevor die Diagnose Milchzuckerunverträglichkeit oder Fruchtzucker-Unverträglichkeit gestellt wird.


Die richtige Diagnose ist also nicht einfach, weil es zum einen eine Vielfalt möglicher Nahrungsmittel-Allergene (Erdnüsse/Nüsse, Fruchtzucker, Gluten, Histamine, Hühnereier, Kuhmilch, Milchzucker, Soja, Weizen) und zum anderen eine ebensolche Vielzahl körperlicher Reaktionen geben kann (Haut, Schleimhäute, Hals-Nase-Ohrenbereich, Bronchien, Magen-Darm-Bereich bis hin zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock).

Die derzeit übliche Therapie ist eine Umstellung der Ernährung  – mit dem Ziel, den oder die diagnostizierten Auslöser vollständig zu meiden. Die Umsetzung im Alltag ist bei der Vielzahl an verarbeiteten Lebensmittelprodukten und ihren Inhaltsstoffen nicht leicht. Dies beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität der Patienten, sondern birgt auch das Risiko für schwere allergische Reaktionen bei versehentlichem Verzehr eines Allergens. „Eine aktive Therapie mit dem Ziel, den Auslöser wieder zu tolerieren, ist daher wünschenswert“, stellt Sonja Lämmel fest, Ernährungswissenschaftlerin des DAAB.

Links zum Thema Deutscher Lebensmittel-Allergietag 2012

Unser aktuelles Inhaltsverzeichnis zu Nahrungsmittelintoleranzen von A bis Z

Diese Übersichtsseite gibt erste Informationen und Grundlagen zum Thema Nahrungsmittelintoleranz / Lebensmittelintoleranz. Sie erläutert die Symptome, die Ursachen, stellt die vornehmlichen Verursacher, die Diagnosemöglichkeiten und Therapie dar ….. mehr dazu in diesem Bericht

  • Erdnuss-Allergie

Bei einer nachgewiesenen Erdnuss-Allergie reichen schon winzigste Mengen, um allergische Reaktionen und besonders bei der Erdnuss-Allergie sehr schnell lebensbedrohliche Situationen (hier vor allem Schockzustände) hervorzurufen. Eine Erdnuss-Allergie bleibt meistens ein Leben lang bestehen und desensibilisiert sich nicht.

  • Fruchtzuckerunverträglichkeit

Fast alle Obstsorten und Gemüsesorten enthalten Fruchtzucker, die sogenannte Fruktose. Der Fruchtzucker wird im Normalfall vom Dünndarm aufgenommen und weitergeleitet. Wenn diese Aufnahme gestört oder blockiert ist (durch eine Fehlfunktion des für den Fruchtzuckertransport zuständigen Proteins GLUT-5), wird der Fruchtzucker weiter in den Dickdarm geleitet und verursacht dort Schmerzen, Blähungen und Durchfall. In westlichen Ländern liegt der Anteil der von Fruchtzuckerunverträglichkeit betroffenen Personen bei 30%!

  • Histaminunverträglichkeit

Histamine sind biogene Amine, die bei wichtigen Körperfunktionen wie Regulierung des Bludrucks, Produktion von Magensäure, oder den Darmbewegungen eine Rolle spielen. Überschüssige oder verbrauchte Histamine werden mit Hilfe eines bestimmten Enzyms (Diamonioxidase (DAO)) abgebaut. Bei einer Histaminunverträglichkeit liegt im Körper ein Missverhältnis zwischen Aufnahme und Abbau der Histamine vor.

  • Hühnerei-Allergie

Eine Hühnereiunverträglichkeit ist bei Jugendlichen und Erwachsenen eher selten, häufiger bei Säuglingen und Kleinkinder bis zum 2. oder 3. Lebensjahr. Die Proteine des Hühnereis (sowohl im Eigelb als auch im Eiweiß, wenn auch in jweiels unterschiedlichen Anteilen) wirken hier allergen.

  • Kuhmilch-Allergie

Kuhmilch ist in der Regel nach der Muttermilch ein Hauptbestandteil der ersten Zufütterung. Und somit ist Kuhmilch auch das erste Fremdeiweiß, mit dem der Körper in Berührung kommt. Von daher sind besonders Säuglinge und Kleinkinder betroffen – jedoch mit einer guten Chance, dass sie die Kuhmilchunverträglichkeit mit den Jahren verflüchtigt. Aber: Milch und Milchprodukte gehören vor diesem Hintergrund zu den allergenträchtigsten Nahrungsmitteln.

  • Laktose-Intoleranz

Bei der Laktoseintoleranz handelt sich um eine allergene Reaktion auf den Milchzucker. Mit dem umgangssprachlichen Milchzucker ist die Laktose bzw. noch genauer: es sind die Kohlehydrate in der Milch gemeint. Durch das Verdauuungsenzym Laktase werden die Kohlehydrate zunächst aufgspaltet, denn dann erst können sie über die Darmschleimhaut aufgenommen werden. Erfolgt dieser Vorgang nur mangelhaft oder gar nicht vergären die Kohlehydrate im Darm mit den unangenehmen Folgen von Völlegefühl, Krämpfen und Blähungen.

  • Nuss-Allergie

Nüsse sind eigentlich „gut“: durch ihren hohen Gehalt an Eiweiß, Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen (Eisen, Kalium, Magnesium, Phosphor) unterstützen sie zum Beispiel die Nervenfunktionen oder helfen durch ihren hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren dabei, den Cholesterinwert natürlich zu senken. Aber: die Nuss-Allergie gehört gleichzeitig zu den häufigeren Nahrungsmittelintoleranzen, vor allem bei Jugendlichen und Erwachsenen in Verbindung mit einer Pollenallergie (Kreuzallergie).

  • Soja-Allergie

Soja (Sojaeiweiß) kann in Lezithin, Emulgatoren, Bindemitteln, pflanzlichem Eiweiß und Fett, Stabilisatoren etc. enthalten sein. Sie werden häufig in der nahrungsmittelherstellenden Industrie und in der Lebensmitteltechnik sowie zunehmend als Fleischersatz eingesetzt – und kommen somit vor allem als verstecke Allergene in Nahrungsmitteln vor. Die Sojabohne ist weltweit als Grundnahrungsmittel die wichtigste Hülsenfrucht und ist ein recht preiswert zu erzeugender Nährstoff. Somit steigt die Sojaverwendung stetig an.

  • Sorbitunverträglichkeit

In vielen industriell hergestellten Lebensmitteln wird Sorbit eingesetzt. Sorbit dient als Zuckerersatzstoff und ist als Lebensmittelzusatzstoff E 420 gekennzeichnet. Sorbit steht somit bei Lebensmitteln für Diabetiker und vor allem bei den Diät-, den „Light“- und den „Zuckerfrei“-Lebensmitteln ganz hoch im Kurs! Ebenso ist Sorbit in manchen Obstsorten (Aprikosen, Pflaumen, Pfirsichen) enthalten. Bei Menschen, die an einer Sorbitunverträglichkeit / Sorbit-Intoleranz leiden, kann das Sorbit im Dünndarm nicht aufgenommen werden.

  • Weizen-Allergie

Eine Weizen-Allergie wird durch unterschiedliche Eiweißbestandteile im Weizen (Albumin, Globulin, Klebereiweiß) ausgelöst. Vor allem im Bäckerhandwerk ist die Weizen-Allergie weit verbreitet, denn der umfangreiche dortige Einsatz von Weizenmehl wirkt durch Einatmen bereits allergen – deshalb wird bei der Weizen-Allergie auch von einem „Bäckerasthma“ gesprochen.

Die Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit führt zu einer fortwährenden, chronischen Entzündung der Dünndarmschleimhaut und beeinträchtigt somit die eigentliche Funktion des Dünndarms. Zu den glutenhaltigen Getreidesorten gehören: Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Grünkern, Dinkel und verwandte Getreidearten und Urkornarten wie Kamut oder Einkorn sowie alle daraus hergestellten Produkte (Brot, Brötchen, Gebäck, Kuchen etc.) ….. mehr dazu in diesem Bericht

Buchtipps zum Thema Nahrungsmittelintoleranz / Lebensmittelintoleranz

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