Creme mit Antioxidantien: Wundermittel oder doch nutzlos und schädlich?


Antioxidantien ja - aber unbedingt natürlich!

Antioxidantien ja – aber unbedingt natürlich! *

Die Kosmetikindustrie kommuniziert: Böse freie Radikale lassen unsere Haut altern, Antioxidantien wirken dem Alterungsprozess entgegen, straffen die Haut, reduzieren Falten. Pillen mit Antioxidantien sollen sogar Krebs vorbeugen. Stimmt das wirklich? Ist eine Creme mit Antioxidantien wirklich die Wunderwaffe contra Hautalterung oder sind die Antioxidantien in der Creme eher schädlich? Erfahren Sie mehr über die Vor- und Nachteile von Cremes mit Antioxidantien, ihre Wirkungsweise und mögliche Alternativen.

Antioxidantien in Form von Cremes oder Pillen eher schädlich

Antioxidantien wirken zwar den freien Radikalen entgegen und sind in natürlich zugeführter Form auch gut und gesund. Forscher warnen jedoch vor übermäßiger Zuführung in Form von Pillen und Cremes mit Antioxidantien, welche eher gesundheitsschädigend als nützlich sind. Der Reihe nach: Was sind freie Radikale und Antioxidantien eigentlich und wofür sollen letztere gut sein?

Freie Radikale
Es handelt sich um schnell zerfallende, chemisch sehr aktive Sauerstoff-Verbindungen, die angeblich Schuld am Alterungsprozess sind und sogar ein Grund für die Entstehung von Krebs sind. Sie entstehen im Körper durch den Stoffwechsel oder auch durch starke Sonneneinstrahlung. Freie Radikale reagieren beim Stoffwechselprozess mit Elektronen und können so Zellstrukturen, Proteine und sogar die DNS schädigen. So können sie z.B. bestimmte Zellstrukturen zerstören oder auch das Immunsystem angreifen.

Antioxidantien
Ihr Name kommt nicht von ungefähr, denn sie sollen die Reaktion mit Sauerstoff stoppen und die freien Radikalen abwehren. Indem sie die Oxidation inaktivieren und die aggressiven Verbindungen in ungefährliche Moleküle umwandeln, wird die Wirkung der freien Radikale unterdrückt. Die Kosmetikindustrie wirbt oft mit Anti-Aging-Produkten, die sogenannte Radikalfänger enthalten. Die Wirkungsweise dieser Produkte ist jedoch stark umstritten. Dass der Körper Antioxidantien benötigt, nicht – jedoch sollten diese mit gesunder und natürlicher Ernährung zu sich genommen werden.



Wissenschaftler raten deutlich vor der zusätzlichen und unnatürlichen Einnahme von Antioxidantien ab. Weder eine angebliche Anti-Aging-Wirkung wie beispielsweise Reduzierung von Falten, noch Schutz gegen Krankheiten wie Krebs konnten bisher in der  Forschung explizit nachgewiesen werden.
Eine natürliche Menge an Antioxidantien, die dem Körper durch gesunde Ernährung statt durch Pillen und Cremes zugeführt wird, ist sicherlich gesund und wirkt auch präventiv. Da jedoch noch nicht exakt geklärt ist, ob und wenn ja welchen Nutzen die Antioxidantien auf den Alterungsprozess und die Krebsvorsorge haben, sollte man auf Pillen und Cremes verzichten. Obst und Gemüse, insbesondere welches reich an Antioxidantien ist, ist in jedem Fall gesund und gegen natürliche Antioxidantien hat niemand etwas einzuwenden – im Gegenteil. Viele Antioxidantien sind enthalten in Melonen, Erdbeeren, Granatäpfeln, Zitrusfrüchten, Kiwis, Möhren, Paprika, Tomaten und Spinat.

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Kombiniert mit Zigaretten und Alkohol sind „künstliche“ Antioxidantien besonders gefährlich

Bei Rauchern und Menschen, die vermehrt Alkohol konsumieren, kann der gut gemeinte Antioxidantien-Schuss besonders nach hinten los gehen: In hoher Dosis fördern die Antioxidantien in diesem Fall Krebs eher, als dass sie schützen. Eine Behandlung mit Beta-Karotin, Vitamin A und E erhöht das Krebsrisiko, es wird sogar verdoppelt, wenn man gleichzeitig raucht und trinkt. Hier gilt ganz besonders: Hände weg von Pillen und Cremes mit Antioxidantien.

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Bildquelle:
*Granatapfel: Zabielskyi / Fotolia

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