Bewegungsmangel bei Kindern


Bewegungsmangel bei Kindern - apotheken-wissen.de

Kinder bewegen sich immer weniger. Mit schwerwiegenden Folgen, so eine aktuelle Studie *

Der zunehmende Bewegungsmangel gefährdet die Kindergesundheit: Eine aktuelle Studie zeigt einen drastischen Anstieg an motorischen Defiziten und an Übergewicht. Das Forsa-Institut führte im Auftrag der DAK-Gesundheit im Februar 2013 eine bundesweite Umfrage unter 100 Kinder- und Jugendärzten durch. Das Ergebnis dieser zwar kleinen Stichprobe ist alarmierend: Immer weniger Kinder und Jugendliche haben ausreichend Bewegung und körperliche Aktivität.

Kinderärzte zum Thema Bewegungsmangel bei Kindern

In der Studie der DAK-Gesundheit geben mehr als die Hälfte der befragten Kinderärzte an, dass sich der allgemeine Gesundheitszustand deutscher Kinder ihrer Einschätzung nach in den vergangenen zehn Jahren verschlechtert hat. Eine Folge des Bewegungsmangels bei Kindern: Beinahe alle befragten Mediziner (94 Prozent) stellen eine Zunahme von Übergewicht fest. Einen Anstieg von motorischen Defiziten bei Minderjährigen sehen 80 Prozent der Befragten. Die altersspezifische Häufung weicht leicht voneinander ab: Mit Entwicklungsstörungen des Bewegungsapparats haben am häufigsten 3-5-Jährige zu kämpfen, Gewichtsprobleme treten nach Einschätzung der Kinderärzte vor allem bei 6-8-Jährigen auf.

Gründe für den Bewegungsmangel


Die Gründe für diese Negativentwicklung sehen die Mediziner unter anderem in dem Mangel an Bewegung in der Freizeit (96 Prozent). Zu weiteren genannten Gefahren für die Gesundheit der Kinder gehören eine zu intensive Mediennutzung (98 Prozent), eine ungesunde Ernährung (92 Prozent) und die fehlende positive Vorbildfunktion der Eltern (89 Prozent). Erste Anzeichen für einen Bewegungsmangel bei Kindern können im Rahmen der regelmäßigen Kindervorsorge, bei den so genannten U-Untersuchungen, festgestellt werden. Der Kinderarzt kann hierbei frühzeitig Haltungsstörungen, Verzögerungen in der körperlichen Entwicklung oder aber auch erste Anzeichen für Übergewicht erkennen und geeignete Maßnahmen zum Gegensteuern veranlassen.

Die Eltern sind oftmals Vorbild – im Guten oder Schlechten

Die oben genannten Einschätzungen der Kinderärzte sind von großer Bedeutung, denn Eltern fällt es oft schwer, objektiv zu beurteilen, ob sich ihr Kind genug bewegt. „Meist prägt das eigene Bewegungsverhalten auch den Drang nach Aktivität beim Nachwuchs“, weiß Uwe Dresel, Diplom-Sportlehrer bei der DAK-Gesundheit. „Kinder mit aktiven und gesundheitsbewussten Eltern haben oft eher einen Zugang zu Sport und Bewegung.“ Ähnlich sieht es mit dem Bewusstsein für den Bedarf an körperlicher Betätigung aus. „Wer an Sport gar nicht oder nur wenig interessiert ist, vermisst diesbezüglich auch nichts. Diese Menschen verspüren somit auch keinen Mangel an Aktivität – weder bei sich, noch bei anderen.“

Eine „anreizende“ Gegenmaßnahme für Bewegung und Prävention

Die DAK-Gesundheit reagiert auf diese Entwicklung und bietet ab sofort ein spezielles Bonusprogramm an. Mit dem neuen „Junior-Aktivbonus“ können Eltern Punkte sammeln, wenn ihr Nachwuchs regelmäßig an Schutzimpfungen, Vorsorgeuntersuchungen und Sportaktionen teilnimmt. Als Anreiz winkt eine Geldprämie von bis zu 3.300 Euro pro Kind, die bis zum Erreichen des 18. Lebensjahrs des Kindes angesammelt und damit eine zusätzliche Starthilfe für den Eintritt in das Erwachsenenleben werden kann. Das neue Bonusprogramm, zu dem auch die Verbesserung des Bewegungsmangel bei Kindern gehört, nimmt ein Angebot vorweg, wie es Krankenkassen nach dem geplanten Präventionsgesetz verstärkt anbieten sollen. Mehr zum neuen Bonusprogramm der DAK-Gesundheit für Kinder und Jugendliche gibt es bundesweit in allen Servicezentren der Krankenkasse oder im Internet unter www.dak.de/juniorbonus.

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* Bildquelle: daniel stricker  / pixelio.de
Textquelle: DAK-Gesundheit

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