Behindertensport – Warum Sport für Menschen mit Behinderung wichtig und möglich ist


Behindertensport: Rollstuhlfahrerin beim Tischtennis-Sport - apotheken-wissen.de

Behindertensport: Eine Rollstuhlfahrerin beim Tischtennis-Sport *

Wer nach einem Unfall mit bleibenden körperlichen Einschränkungen zurechtkommen muss, hat auf seinem Weg zurück in den Alltag oft einige Hürden zu überwinden, organisatorische wie psychologische. Eine sportliche Betätigung in einer Gruppe oder einem Verein kann hier unterstützen und Mut geben, um schnell wieder in ein selbstbestimmtes Leben zurückzufinden. Hier finden Betroffene, aber auch ihre Angehörige und Freunde, Tipps für einen aktiven Einstieg in den Behindertensport und zeigt auf, wie spezielle Unfall-Assistenzleistungen dabei helfen können, durch sportliche Aktivität den „neuen“ Alltag zu meistern. Unser Fazit somit: Sport für Menschen mit Handicap ist richtig, wichtig und trotz Behinderung möglich. Sportlich aktiv sein, bleiben und werden in Kombination mit der richtigen Unterstützung.

Für Menschen mit und ohne Behinderung: Sport ist gesund

Warum ist Sport gerade für Menschen mit Handicap besonders empfehlenswert? Menschen, die nach einem Unfall bleibende Beeinträchtigungen zurückbehalten, sind zunächst mit grundlegenden Änderungen ihres Alltagslebens konfrontiert. Eine sportliche Betätigung im Rahmen einer umfassenden Unfallnachsorge kann Betroffene beim Wiedereinstieg in den Alltag unterstützen. Denn Sport, insbesondere in der Gruppe oder im Verein, bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit der Integration: Sowohl die gemeinsamen sportlichen Aktivitäten als auch der Austausch mit anderen Behinderten und Nichtbehinderten sorgen für eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Kontakt zu Gleichgesinnten. Neben den positiven gesundheitlichen Auswirkungen wie dem Erhalt der körperlichen Leistungskraft und der Vermeidung möglicher Folgeerkrankungen, schafft Sport zudem Erfolgserlebnisse: Er stärkt das Selbstbewusstsein und motiviert. Das ist für Menschen, deren Alltag zahlreiche Herausforderungen mit sich bringt, besonders wichtig.

Mögliche Gründe für viele Inaktive im Behindertensport

Von 8,6 Millionen Behinderten in Deutschland sind nur sehr wenige sportlich aktiv. Woran liegt das? Viele Menschen mit Behinderung trauen sich aus den unterschiedlichsten Gründen nicht an das Thema Sport heran. Gerade wer nach einem Unfall eine Behinderung zurückbehält, leidet danach nicht selten auch an psychischen Folgen. Der Verlust bestimmter körperlicher Fähigkeiten kann bei einigen Betroffenen auch zu einem geminderten Selbstwertgefühl führen. Das hat dann unter Umständen einen sozialen Rückzug zur Folge. Neben diesen psychischen Hürden kann alleine schon die Organisation ein Hinderungsgrund sein. Denn nicht wenige Betroffene stellen nach einem Unfall fest, dass die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für geeignete Hilfsmittel wie Sportprothesen oder Sportrollstühle meist nicht übernimmt. Ein Tipp: Wer den Entschluss gefasst hat, sportlich aktiv zu werden, sollte sich von diesen Stolpersteinen keinesfalls entmutigen lassen. Denn nahezu jeder kann mit der entsprechenden Unterstützung den individuell passenden Einstieg in die Welt des Sports finden.

Unterstützungsmöglichkeiten für behinderte Sportinteressierte

Welche Art von Unterstützung benötigen Sportinteressierte mit Handicap nach einem Unfall? Einzelne private Unfallversicherer helfen Betroffenen bei besonders schweren Unfallfolgen im Rahmen spezieller Unfall-Assistenzleistungen mit einem gezielten Nachsorgeprogramm. Zu einer umfassenden Nachsorge gehört neben individuellen Hilfsangeboten und Therapien vor allem die Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Sportmöglichkeiten. Behindertensportvereine etwa bieten individuell angepasste Angebote. Die Bandbreite der möglichen Disziplinen ist groß und reicht zum Beispiel von Rollstuhlbasketball über Handbike und Rudern bis zu Gehörlosensport. Einen ersten Überblick können sich Sportbegeisterte mit Handicap bei entsprechenden Vermittlungsstellen wie dem Deutschen Behindertensportverband verschaffen. Aber auch Hilfsmittel, wie beispielsweise Sportrollstühle oder Sportprothesen, gehören zu den Assistenzleistungen guter Unfallversicherer. Hier ist es neben der Kostenübernahme vor allem die individuelle Beratung, auf die es für die Betroffenen nach einem Unfall ankommt.

* Bildquelle: © Dan Race – Fotolia.com
Textquelle: DKV Deutsche Krankenversicherung – www.dkv.com, weitere Verbraucherthemen – www.ergo.com/verbraucher

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