Augengrippe im Umlauf – was sind die Symptome und wie schütze ich mich?


Augengrippe im Umlauf: Hygienemaßnahmen verhindern die Ansteckung!

Augengrippe im Umlauf: Hygienemaßnahmen verhindern die Ansteckung! *

Roter Augapfel, geschwollene Bindehaut, die Augen tränen und jucken: momentan ist die Augengrippe im Umlauf, welche unangenehme Symptome mit sich bringt und zudem hochinfektiös ist. Sie breitet sich aktuell rasant aus, es gibt so viele Patienten wie nie zuvor. Zudem entsteht sie aus dem Nichts:

Das Auge wird sehr schnell rot, es tränt stark, man sieht verschwommen und das sehr, sehr plötzlich. Durch das Reiben des juckenden Auges mit den Fingern können sich die Viren, genauer gesagt die Adenoviren, per Schmierinfektion schnell weiterverbreiten. Hygienemaßnahmen sind sehr wichtig, um sich und andere vor der Augengrippe zu schützen. Häufiges Händewaschen und -desinfizieren kann das Risiko einer Ansteckung bereits verringern.

Was ist die Augengrippe?

Die Augengrippe ist eine Virusinfektion, die sich mit Augenrötung, Juckreiz und tränenden Augen bemerkbar macht. Zudem schmerzen die Augen und die Lider sind geschwollen. Erst ca. 2 Wochen nach der Ansteckung treten die ersten Symptome der viralen Konjunktivitis, wie die Augengrippe genannt wird, auf. Dann tauchen die Symptome aber wie aus dem Nichts auf und nehmen sehr schnell zu. Aus einer leichten Rötung und dem tränenden und juckenden Auge wird sehr schnell eine stärkere Entzündung, auch das Sehvermögen verringert sich.

Grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Unwohlsein können hinzukommen. Das Virus, welches die Augengrippe verursacht, ist das Adenovirus und bleibt selbst über Wochen auf Gegenständen, Geländern, Türklinken oder ähnlichem infektiös. Wer sich dann mit der Hand am Auge reibt, kann sich sehr schnell anstecken.

Gerade beim vermehrten Auftauchen der Augengrippe sind daher Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen und Desinfizieren wichtig und können das Risiko einer Ansteckung verringern.

Ebenfalls wissenswert in diesem Zusammen: Wie können Sie grippeähnliche Symptome oder den grippalen Infekt, beide landläufig eben auch oft und einfach nur „Grippe“ genannt, von einer echten Grippe, der Influenza, unterscheiden? Oder auch Ihre Überlegung, ob und wenn ja was, wie, wann und speziell für wen eine Grippeschutzimpfung sinnvolles und positives leisten kann?

Behandlung der Augengrippe schwierig

Es gibt keine Möglichkeit, die Augengrippe direkt zu behandeln. Von einem Antibiotikum, welches bei Virus-Erkrankungen schnell und unkritisch verchrieben und verabreicht wird, ist unbedingt abzuraten: Der Einsatz von Antibiotika bei viral bedingten Infektionen und Entzündungen ist aufgrund der ihrer Wirkungslosigkeit gegenüber Viren in der Regel gänzlich sinnfrei und darüber hinaus sogar kontraproduktiv, denn es kann verstärkt zu Resistenzentwicklungen von Bakterien beitragen.

Einzig können die Symptome mit Augentropfen und kühlenden Umschlägen gelindert werden – und es muss gewartet werden, bis die Entzündung wieder abklingt. Dies ist meistens nach 2 Wochen der Fall. Da die Augengrippe so hochansteckend ist, ist eine Krankschreibung von 2-3 Wochen empfehlenswert. In jedem Fall muss ein Augenarzt konsultiert werden, da in schweren aber sehr seltenen Fällen bleibende Sehschäden zurückbleiben können.

Wie schütze ich mich vor der Augengrippe?

Ist die Augengrippe bei Familien, Freunden oder Kollegen im Umlauf, ist Hygiene die einzig schützende Maßnahme. Häufiges Händewaschen und Desinfizieren, keine gemeinsamen Handtücher benutzen, auch Erkrankte sollten sich die Hände desinfizieren und nicht am Auge reiben und danach Gegenstände anfassen oder Hände schütteln. Ist die Augengrippe akut ausgebrochen, ist Krankschreibung das einzig Sinnvolle, um seine Mitmenschen vor der Ansteckung zu schützen.

* Bildquelle: ariadna / morguefile.com

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