Arginin: Hintergrund, Wirkungsweisen


Chemische Formel von Arginin - apotheken-wissen.de

Arginin: chemische Formel *

Arginin ist eine Aminosäure, die im menschlichen Organismus vorkommt. Sie dient als Proteinbaustein innerhalb des Körpers und regt zum Beispiel die Produktion von Stickstoffoxid an. Das wiederum fördert den Muskelaufbau und ist deshalb vor allem bei Sportlern sehr beliebt. In diesem Beitrag berichtet apotheken-wissen.de über die wichtigsten Hintergründe und Wirkungsweisen des Proteinbausteins Arginin.

Wichtige Aminosäure

Arginin oder auch L-Arginin genannt, gehört zu den semi-essentiellen Aminosäuren. Das bedeutet: Arginin kann nicht nur extern, zum Beispiel über die Nahrung aufgenommen, sondern eigenständig vom Körper produziert werden. Da es an vielen entscheidenden Prozessen im Körper beteiligt ist, zählt Arginin zu einer der wichtigsten Aminosäuren. Es beeinflusst den Hormonhaushalt und auch das Immunsystem. In Stress-, Krankheitssituationen oder bei großer körperlicher Anstrengung kann es allerdings zu einem Mangel kommen und unser Körper ist auf die externe Zufuhr von Arginin angewiesen. Erfahren Sie hier, welche Aminosäuren noch wichtig für den menschlichen Organismus sind.

Aufnahme durch Nahrung oder Ergänzungsmittel

Die Zufuhr von Arginin kann entweder durch Nahrungsergänzungsmittel oder gesundes Essen erfolgen. Setzt man auf eine argininhaltige Ernährung, sind vor allem rohes Hähnchen- und Schweinefleisch sowie Nüsse relevant, weil sie viel L-Arginin liefern. Diese Nahrungsmittel enthalten ebenfalls eine große Menge L-Arginin:

  • Garnelen
  • Hühnchen
  • Thunfisch
  • Erdnüsse, Pinienkerne, Wal- & Haselnüsse
  • Haferflocken

Arginin fördert den Muskelaufbau

Des Weiteren kann die Aminosäure auch durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Durch die erhöhte Einnahme können einige Funktionen im menschlichen Organismus vereinfacht und gefördert werden. Zwei besonders signifikante Nebenwirkungen sind zum einen die Steigerung des Muskelaufbaus und zum anderen, die erhöhte Potenz. Letzteres ist allerdings nicht wissenschaftlich bewiesen. Zwar ist Arginin weniger gefährlich als chemische Potenzmittel, trotzdem sollte die Aminosäure nicht überdosiert werden. Die Folgen sind Durchfall und Übelkeit. Beim Bodybuilding ist Arginin besonders beliebt, da es nicht nur den Muskelaufbau fördert und den Fettabbau vorantreibt, sondern durch die gefäßerweiternde Wirkung die Adern besonders stark hervortreten. Nebenwirkungen sind hier bisher kaum bekannt. Lesen Sie noch mehr über Arginin und seine Bedeutung beim Muskelaufbau.

Viele positive Eigenschaften

Die Aminosäure ist noch für eine Menge anderer Wohlfühl- und Kreislauffaktoren verantwortlich. Da es viel Stickstoff enthält, reagiert es mit Sauerstoff zu Stickstoffmonoxid. Das wiederum sorgt für eine glatte Muskulatur und entspannt den Herzmuskel. Die positiven Nebenwirkungen sind eine verbesserte Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Blutgefäße. Deshalb kann sich Arginin auch positiv auf den Bluthochdruck auswirken. Bei Kindern, die unter Wachstumsstörungen leiden, kann die Zufuhr von Arginin die Ausschüttung der vorhandenen Wachstumshormon-Reserven anregen. Mehr über das Wachstum bei Kindern finden Sie hier. Bei diesen Krankheitsbildern wird Arginin ebenfalls angewendet

  • Verbesserung der Durchblutung
  • Stärkung des Immunsystems
  • Erektionsstörungen
  • Gefäßverkalkungen
  • Steigerung des Muskelaufbaus
  • Steuerung des Insulinspiegels bei Diabetes

* Bildquelle: Zerbor / fotolia.com

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