Anzeichen einer Bindehautentzündung – vor diesen Symptomen sind auch Babys nicht gefeit


Oft können rote und tränende Augen Anzeichen einer ansteckenden Erkrankung sein*

Oft können rote und tränende Augen Anzeichen einer ansteckenden Erkrankung sein*

Sie gehört zu den häufigsten Erkrankungen an den Augen und ist in nicht seltenen Fällen hoch ansteckend: die Bindehautentzündung, auch Konjunktivitis genannt. Sehr häufig sind Babys und Kleinkinder betroffen. In solchen Fällen sind oft Viren oder Bakterien die Auslöser, in weiteren Fällen kann bereits eine zu lange getragene Kontaktlinse oder ein zu altes Fläschchen Augentropfen zu erheblichen Beschwerden führen. Bei bereits ersten Anzeichen einer Bindehautentzündung ist schnellstmöglich ein Arzt aufzusuchen und abzuklären, inwiefern es sich um eine ansteckende Variante handelt. In diesem Fall sind höchste Vorsicht sowie äußerste Hygiene geboten. Handelt es sich dagegen um einen harmlosen Verlauf, ist die Erkrankung meist nach maximal 14 Tagen ausgestanden.

Was genau ist eine Bindehautentzündung?

Ein typisches Hauptsymptom und damit das sicherste Anzeichen einer Bindehautentzündung, das bei jedem Arzt oder Apotheker die Alarmglocke schrillen lässt, sind die oft brennenden und tränenden roten Augen. Dies rührt daher, dass die Bindehaut von zahlreichen feinsten Blutgefäßen durchzogen wird. Im Fall einer Bindehautentzündung wird durch die örtliche Reizung die Durchblutung der sonst farblosen Blutgefäße gesteigert. Dies sorgt dafür, dass sich die erweiterten Gefäße plötzlich deutlich vom weißen Augenhintergrund abheben. Das Tränen dagegen kommt durch ein gleichzeitiges Anregen der Funktion der Tränendrüsen, das damit ebenfalls eines der sicheren Anzeichen einer Bindehautentzündung ist. Die Ursachen können vielfältig sein.

Generell unterscheidet man zwischen fünf Hauptursachen. Allergische, nicht infektiöse mechanische, bakterielle, infektiöse und virale Bindehautentzündung. Während bei mechanischen Auslösern wie Staub, Sandkörnchen, trockener Luft oder auch grellem UV-Licht keine Ansteckungsgefahr besteht und die Erkrankung des Auges nach Beseitigung der Ursachen erfahrungsgemäß schnell wieder abheilt, sind bei anderen Ursachen wie Infekten, Viren oder Bakterien höchste Vorsichtsmaßnahmen angebracht. Hierbei kann die Erkrankung außerdem länger andauern und auch an Intensität variieren. Wichtig ist die genaue Kontrolle vor allem deshalb, weil sich eine schwerere unbehandelte Form der Bindehautentzündung derart verschlimmern kann, dass die Hornhaut irreparabel geschädigt und das Augenlicht gefährdet wird. Insofern immer wichtig und richtig, bereits auf erste Anzeichen einer Bindehautentzündung zu reagieren!

Bindehautentzündung: Diagnose und Behandlung

Meist genügen bereits die obligatorischen roten Augen, die dem Arzt bereits als Anzeichen einer Bindehautentzündung dienen können. Diesen Verdacht gilt es nun zu bestätigen sowie die Schwere und Art der Erkrankung festzustellen. Hierzu wird er in einem ersten Gespräch erfragen, ob der Betroffene eventuell Kontaktlinsen getragen hat oder kurz vorher einen Fremdkörper wie Sand, Staub oder ähnliches im Auge gespürt hat. Im nächsten Schritt schaut er sich die Augen selber an, mit Hilfe einer sogenannten Lichtlampe können Veränderungen der Bindehaut schnell erkannt werden. Auch Fremdkörper sowie Entzündungen unter dem Lid werden so rasch ausgemacht. Zum Schluss soll ein Abstrich noch Aufschluss über eventuelle Pilze oder Viren geben (Erregerabstrich). Anhand dieser Ergebnisse kann nun über die weitere Therapie entschieden werden.

Die Behandlung mit antibiotischen Augentropfen bei Bindehautentzündung ist eine der Möglichkeiten, um der Erkrankung am Auge entgegen zu wirken. So unterschiedlich die Ursachen und der Verlauf sein können, so verschieden sind auch die Arten der Behandlung. Handelt es sich um einen sehr leichten Verlauf beispielsweise durch eine Reizung ist es sogar möglich, dass die Beschwerden ganz ohne Therapie verschwinden. Eine Behandlung mit antibiotikahaltigen Salben sorgt normalerweise ebenfalls dafür, dass die Beschwerden nach ca. drei Tagen nachlassen. Wichtig ist hierbei, genau wie bei der Therapie mit Augentropfen, die Behandlung konsequent bis zum Ende durch zu führen, damit sich eventuelle Bakterien nicht etwa erholen und es neue Anzeichen einer Bindehautentzündung entstehen. In jedem Fall ist während der Erkrankung stetige Hygiene sowie häufiges Händewaschen immens wichtig, um den Erreger nicht mit der Hand aus dem Auge an weitere Körperstellen zu transportieren und auch, um dritte nicht anzustecken. Handtücher und Waschlappen sollten in dieser Zeit jeweils nur einmal verwendet werden.

Kann man einer Bindehautentzündung vorbeugen?

Leider kann man einer Bindehautentzündung nur in bedingtem Maße vorbeugen. Es gibt allerdings ein paar einfache Faustregeln, mit denen das Risiko vermindert werden kann. Beispielsweise sollten Kontaktlinsen stets gründlich gereinigt und nie zu lange über einen gewissen Zeitraum hinweg verwendet werden. Reagieren die Augen empfindlich auf grelles Licht oder Zugluft, sollte man den direkten Kontakt unterbinden oder die Augen zum Beispiel mit einer Sonnenbrille schützen.

Des Weiteren sollte möglichst jeder Kontakt zwischen ungewaschenen Händen und den Augen verhindert werden. Auch bei der Wahl der Kosmetika kann man vorbeugen, indem Produkte gewählt werden, die allergietechnisch unbedenklich und besonders augenverträglich sind. Wichtig: Liegen doch einmal Anzeichen einer Bindehautentzündung vor, sollte der Gang zum Arzt in keinem Fall gescheut werden, um Komplikationen zu vermeiden und der Erkrankung so früh wie möglich entgegen wirken zu können.

* Bildquelle: Pexels / pixabay.com

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