Wissenswertes über Amaranth – kleines Korn mit großer Wirkung


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Amaranth: kleines Korn mit großer Wirkung *

Amaranth gehört zu den sogenannten Pseudogetreiden, dies bedeutet, dass sie in Verwendung und Aussehen Ähnlichkeit mit Getreide aufweist, jedoch stattdessen als Blattpflanze zur Familie der Fuchsschwanzgewächse gehört. Merkmale der Pflanze sind neben verzweigten Stengeln auch verschiedenfarbige grüne, rote, gelbe und orangefarbene Blüten und die bis zu drei Meter hochwachsenden Stauden. Bereits seit vielen Tausend Jahren als Nahrungsmittel bekannt enthält Amaranth vielfache Nähr- und Vitalstoffe und ist mit Recht als alternatives Lebensmittel für eine gesunde Ernährung, gerade auch für Menschen, die sich fleischlos und / oder getreidelos ernähren möchten, bekannt.

Herkunft und Hintergründe

Bei der Schreibweise scheiden sich die Geister, sowohl Amarant als auch Amaranth sind als Schreibweisen anerkannt. Angebaut werden die Amaranth Pflanzen, von denen mittlerweile ca. 60 bis 70 verschiedene Arten gezählt werden, vor allem in Europa, Südamerika und Mittelamerika. Schon die Mayas, Inkas und Azteken hatten zu ihrer Zeit die Vorteile als festes Nahrungsmittel kennen und schätzen gelernt, wobei der Name Amaranth dem Griechischen entstammt und in etwa “nicht welkend” bzw. “unsterblich” bedeutet.

Amaranth: Vorteile und Allgemeines

Ihren Ruf als wertvoller Nährstofflieferant trägt sie vor allem durch ihren hohen Eiweiß-, Calcium– und Mineralstoffgehalt, zudem enthält sie einen hohen Anteil an Ballaststoffen und wenig Kohlenhydrate. Da die Pflanze als Zutat für leckere Lebensmittel kein Gluten enthält, ist sie außerdem hervorragend für die glutenfreie Ernährung geeignet.

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Amaranth den Magen kaum belastet und die Energie der Nahrung schnell vom Körper aufgenommen wird. Daher gelten die kleinen Körner vielfach als hilfreiche Ergänzung von Sportlernahrung. Das enthaltene Lysin stärkt die Knochen und sorgt für einen Aufbau von Haut und Bindegewebe. Durch den leicht bitteren und nussigen Geschmack eignen sich die Amaranthkörner für eine zahlreiche Auswahl an wohlschmeckenden Gerichten. Die kleinen Körner weisen einen Durchmesser von ca. einem Zentimeter auf und sind äußerst vielseitig und Variantenreich in der Verwendung. Auch für die vegane Küche liefert Amaranth einen leckeren und nährstoffreichen Anteil ohne dass die Betreffenden geschmacklich auf den Genuss verzichten müssen. Hier erhalten Sie bspw. viele weitere Informationen über Eigenschaften, Anbau und Vielseitigkeit von Amaranth.

Wie kann man Amaranth verwenden?

Der Vielfalt sind bei der Verwendung von Amaranth kaum Grenzen gesetzt. Ob als Nudelteig, Auflauf, Eintopf, Brot oder ein schmackhaftes Dessert: Auf vielen Plattformen werden bereits zahlreiche Rezeptmöglichkeiten angeboten, die kleinen Körner zu verarbeiten. Beispielsweise erhält man einen leckeren Teig für Nudeln, indem man zwei Tassen Amaranth Mehl einfach mit zwei Eiern und etwas Salz vermengt und im Anschluss Wasser dazu gibt bis man einen geschmeidigen Teig erhält. In gepoppter bzw. gepuffter Form kann man die kleinen Körner zusätzlich zum Verfeinern von Quarkspeisen und Desserts verwenden, hierfür werden die Körner einfach in einem Topf erhitzt. Die Kalorienzahl bei 100 Gramm Amaranth beträgt ca. 365, für eine Zubereitung von zwei kompletten Mahlzeiten sind 150 Gramm normalerweise ausreichend.

Wer möchte kann Amaranth auch selber anbauen, es handelt sich hierbei um eine recht unkomplizierte Pflanze. Zur Gewinnung der Körner werden die reifen Pflanzen einfach abgeschnitten und getrocknet, im Anschluss fallen die reifen Körner von selber heraus. Die Reifezeit beträgt ca. 5 Monate.

Ist Amaranth auch für die Zubereitung für Kindernahrung geeignet?

Grundsätzlich wird die Verwendung für ältere Kinder und Erwachsene als unbedenklich eingestuft, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist die Pflanze jedoch nicht geeignet. Grund dafür sind unter anderem in der Pflanze enthaltene Gerbstoffe, die den Einsatz von Verdauungsenzymen sowie die Aufnahme von verschiedenen Mineralstoffen und Vitaminen hemmen kann. Auch die Aufnahme von Eiweiß aus der Nahrung kann hierbei erschwert werden. In diesem Fall ist es eher empfehlenswert, bei der Planung des Speiseplanes für Säuglinge als Beilage auf Kartoffeln, Nudeln oder Reis zurück zu greifen.

Für schwangere bzw. stillende Frauen ist Amaranth jedoch sehr wohl empfohlen, da der hohe Eisengehalt dazu genutzt werden kann, den Eisenmangel, der in diesen Phasen oft einhergeht, auszugleichen.

* Bildquelle: tetep_cs / pixabay.com

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