Alltägliche Leiden und was man gegen sie machen kann


Blinddarmschmerzen - apotheken-wissen.de

Auf manche Alltagsbeschwerden muss man nicht gleich mit Medikamenten schießen *

Nicht jede Erkrankung ist ernsthafter Natur. Lästig sind sie trotzdem und können den Betroffenen eine große Qual bereiten. Von diesen Leiden gibt es einige, was man auch am Medikamentensortiment der meisten Apotheken erkennen kann. Rezeptfreie Medikamente boomen und machen einen Großteil des Umsatzes der Pharmaunternehmen aus. Besonders Schmerzmittel werden häufig gekauft, denn Schmerz hat viele Gesichter und wird von den meisten als sehr unangenehm empfunden. Doch welche dieser gängigen Leiden kann man selbst behandeln? Welche Alternativen zu herkömmlichen Medikamenten gibt es für Patienten?

Sodbrennen

Eines der häufigsten Leiden ist Sodbrennen. Ein Großteil der Deutschen hatte dieses Leiden schon einmal. Seltener ist chronisches Sodbrennen, welches auf eine ernsthaftere Erkrankung hinweisen kann. Sodbrennen tritt auf, wenn Magensäure in die Speiseröhre fließt und dort die empfindliche Schleimhaut reizt oder sogar verätzt. Ärzte kennen das als Reflux. Sodbrennen kann ein brennendes Gefühl sein, wird aber von vielen Patienten auch als stechender Schmerz oder Kloß in der Brust beschrieben. Behandelt wird das Sodbrennen meist mit basischen Mitteln, wie Natriumcarbonat und Magnesiumcarbonat. Für die Heimanwendung kann das Natriumcarbonat verwendet werden, welches auch als Back- Soda bekannt ist. Ein Teelöffel auf ein Glas Wasser kann bereits eine Menge Säure neutralisieren. Auf der folgenden Seite gibt es weitere Fakten zum Sodbrennen.

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen kennen die meisten Deutschen. Fast jeder hat im Leben schon einmal unter Kopfschmerzen gelitten. Während es bei einigen eine einmalige Sache ist, leiden viele auch unter chronischen Kopfschmerzen. Das Fiese: Die genauen Ursachen für Kopfschmerzen sind medizinisch bis heute nicht genau ergründet. Eine Stressreaktion oder Überlastung gilt als wahrscheinlichste Ursache. Bei Kopfschmerzen greifen viele Betroffene zu Schmerzmitteln, wie Ibuprofen oder Paracetamol. Doch das muss nicht immer sein. Besonders wer häufiger Kopfschmerzen hat, sollte die Finger von Schmerzmitteln lassen oder sie nur im Notfall einnehmen. Denn die meisten rezeptfreien Schmerzmittel können Leber- und Nierenschäden verursachen.

Sinnvoller ist es bei Kopfschmerzen Ruhe zu finden. Beruhigt sich der Körper, so lassen oft auch die Kopfschmerzen nach. Auch ein beruhigender Tee und frische Luft kann bei Kopfschmerzen helfen. Jeder Betroffene muss allerdings seine eigenen Methoden finden, mit den Kopfschmerzen umzugehen. Ein Besuch bei einem Berater kann ebenfalls helfen. Denn die Ursachen für Kopfschmerzen liegen meist im nahen Umfeld oder beim Betroffenen selber. Stress, hoher Blutdruck, Übermüdung und Überlastung gehen nämlich oft mit Kopfschmerzen einher. Verwechseln sollte man Kopfschmerzen auch nicht mit Migräne, die noch mal ein ganz anderes Kaliber ist und besonders behandelt werden muss.

Rückenschmerzen

Etwa 35 % der Deutschen leiden unter Rückenschmerzen. Laut Ärzten sind aber mehr als die Hälfte der Rückenschmerzen unbedenklich und können mit einfachen Maßnahmen wieder beseitigt werden. Häufigster Grund für Rückenschmerzen ist ein Mangel an Bewegung und eine schlechte Ernährung. Wer einen Bürojob hat, leidet besonders häufig unter Rückenschmerzen und Nackenverspannungen. Doch auch wer in einem Beruf arbeitet, indem schwer getragen werden muss, beispielsweise im Bau oder als Dachdecker, leidet unter Rückenschmerzen. Hier helfen meist gezielte Übungen, um die Rückenmuskulatur zu stärken, aber auch um sie zu entspannen. Den meisten Rückenpatienten helfen zu Anfang Bewegungsübungen unter physiotherapeutischer Anleitung. Zur heutigen Zeit ist das Wissensspektrum des Physiotherapeuten enorm groß geworden, was u.a. auch an der voranschreitenden Akademisierung liegt. Eine gute Anamnese ist die halbe Behandlung – denn Rückenschmerzen können auch durch psychosozialen Stress entstehen.

Ein kleinerer Teil der Patienten hat es jedoch mit Rückenschmerzen zu tun, die angeboren sind. Ein schiefer Rücken ist hier sehr häufig der Ursprung der Schmerzen, die sich meist auf eine oder auch mehrere Zonen verteilen. Ein solcher Rückenschiefstand ist meist schon auf die Kindheit zurückzuführen. Während die sogenannte Skoliose in frühen Jahren meist schmerzlos ist und daher unerkannt bleibt, kann sie im Alter Probleme bereiten. Wird ein Rückenschiefstand jedoch rechtzeitig erkannt, so können Übungen und gezielte Rückenstärkung den Rücken wieder begradigen. Im Alter lässt sich der Rücken nicht mehr biegen, sodass hier nur entlastende und stärkende Übungen helfen können.

* Bildquelle: derneuemann / pixabay.com

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