Achillessehnenverletzungen – Ursachen und Behandlung


Verschleiß und langfristige Überbelastung können im Laufe der Zeit für schmerzhaft und langwierige Verletzungen der Achillessehne sorgen*

Verschleiß und langfristige Überbelastung können im Laufe der Zeit für schmerzhaft und langwierige Verletzungen der Achillessehne sorgen *

Bei der sogenannten Achillessehne handelt es sich um die stärkste Sehne des menschlichen Körpers. Sie verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenknochen und verdankt ihren Namen einer Figur aus der griechischen Mythologie. Der Held Achilles war sterblich und sollte unverwundbar gemacht werden, indem ihn seine Mutter Thetis in den Styx tauchte. Jedoch wurde die betreffende Stelle an der Ferse nicht von dem Flusswasser benetzt und blieb somit verwundbar.

Die Achillessehnenverletzung betrifft vor allem, aber nicht nur Sportler. Häufigste Arten der Verletzung sind hierbei Reizungen und Entzündungen bis hin zu Rissen der Achillessehne. Diese äußern sich in der Regel durch ein peitschendes Geräusch, Gehen und Auftreten sind hiernach nur noch unter größten Schmerzen möglich. Die Ursache hierbei liegt selten in einer spontanen Gewalteinwirkung, vielmehr führen oft langfristige Überbelastungen zu einem Riss der Sehne.

Symptome und Möglichkeiten der Diagnose

Ein Merkmal einer Achillessehnenverletzung ist, dass hiernach ein Abrollen oder Absenken des Fußes nicht mehr möglich ist. Speziell der Riss der Sehne verursacht starke Schmerzen und macht auch ein Stehen auf den Fußballen bis auf Weiteres unmöglich. Im Fall einer Sehnenreizung bereitet es vor allem Schmerzen, das Fußgelenk für längere Zeit zu belasten oder auch die Wadenmuskulatur anzuspannen. Beim ersten Verdacht eines Sehnenrisses ist sofort ärztliche Hilfe notwendig.

Für eine zuverlässige Diagnose wird der behandelnde Arzt zunächst Fragen zu Aktivitäten und Vorkommnissen vor der Verletzung stellen, um den Ursachen auf den Grund zu gehen. Auch gewohnte Sportaktivitäten und Bewegungsabläufe werden beleuchtet. Im Anschluss wird geprüft, wie gut der Patient auf Zehenspitzen gehen oder auf dem Fußballen stehen kann. Ist dies nicht möglich, bietet dies bereits einigen Grund zur Annahme einer Achillessehnenverletzung. Mithilfe des sogenannten „Wadenkneiftests“ kann schließlich relativ genau erkundet werden, inwiefern es sich hierbei um einen Achillessehnenriss handeln kann. Ist hiernach noch keine sichere Diagnose möglich können zusätzlich noch eine Ultraschalluntersuchung bzw. eine Röntgenaufnahme notwendig sein, um diese final zu bestätigen.

Behandlung von Achillessehnenverletzungen

Für die darauffolgende Therapie gelten verschiedene Verläufe, je nachdem, ob es sich um eine Reizung oder einen Riss der Achillessehne handelt. Bei einer normalen Reizung ist dem Patienten meist bereits mit Ruhigstellung und Schonung der Verletzung das wichtigste getan, hierbei wird die leichte Spitzfußstellung empfohlen (Ferse angezogen und die Fußspitze nach unten gestreckt). Erhöhte Schuhabsätze und Bandagen in Kombination mit leichten Schmerzmitteln können ein Übriges tun, um die Schmerzen zu lindern und die Heilung zu beschleunigen.

Handelt es sich um einen Achillessehnenriss wird in fast allen Fällen ein operativer Eingriff notwendig. Als erste Sofortmaßnahme sollte das Bein möglichst entlastet und hoch gelagert werden. Im Verlauf des darauf folgenden Eingriffes wird die gerissene Sehne wieder zusammen genäht, um für eine möglichst schnelle Wiederherstellung der Funktionen zu sorgen. Ohne ausreichende Behandlung kann es vorkommen, dass sich die Wadenmuskulatur zurück bildet, unter Umständen kann dieser Vorgang durch eine künstliche Verlängerung der Sehne wieder ausgeglichen werden. Im Anschluss an die Operation tragen die Patienten normalerweise einen Liegegips, der mindestens für die letzten vier Wochen noch durch einen Gehgips oder eine Unterschenkel-Stiefel-Orthese abgelöst wird. Hiernach folgt noch eine Physiotherapie, die darauf abzielt, die Gelenke und Wadenmuskeln wieder auf Vordermann zu bringen.

Prognose und wie man Achillessehnenverletzungen vorbeugen kann

Im Regelfall kann man eine solche Verletzung, die hauptsächlich auf der Abnutzung der Sehne im Rahmen einer normalen Verschleißerscheinung beruht, nicht verhindern. Sehr wohl ist es jedoch möglich, das Risiko durch verschiedene Vorsichtsmaßnahmen zu verringern. Beispielsweise ist es sinnvoller, einen Sport moderat und regelmäßig zu betreiben, als sich einige seltenere Male Höchstleistungen abzuverlangen. Auch sollte man für ausreichende Ruhephasen sorgen, in denen sich der Körper wieder regenerieren kann. Immer wieder muss auch das richtige Schuhwerk genannte werden, das durch die entsprechende Federung ernsten Verletzungen der Sehnen und Gelenke vorbeugen kann. Außerdem sollte man sich vor jeder Einheit gründlich aufwärmen. Immerhin wollen wir lange etwas von unserem Körper haben und nicht durch unsachgemäße oder falsche Belastungen dafür sorgen, dass wir ihm immer mehr schaden.

* Bildquelle: Wokandapix / pixabay.com

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